Winterlicher Goldsteig

Vorboten des Winters - bei Wiesenfelden - am Goldsteig, Foto: Michael Körner
Vorboten des Winters - bei Wiesenfelden - am Goldsteig, Foto: Michael Körner

Vielfalt erleben - Wandern und Naturschutz

Wandern und Naturschutz sind zwei Dinge, welche voneinander untrennbar sind. Bei Prädikatswegen, wie dem Goldsteig stehen Naturschutz und der bewusste Umgang mit der Natur ganz oben auf der Werteskala. Qualitätswege führen durch Naturschutzgebiete und Naturschutzzonen, sie bürgen für eine große Abwechslung in jeglichem Sinn.
Der Goldsteig zählt zu Deutschlands vielfältigsten Wanderwegen, er führt durch fünf Naturparke und durch Deutschlands ältesten Nationalpark im Bayerischen Wald. Dies sind Pfunde, mit denen der Goldsteig aufwarten kann und die Wanderer eine vielseitige Landschaft und Topographie im Wandel erleben lässt, wie es kaum eine Region vermag. Auf 660 Kilometer, in einer Nord- und einer Südroute wird der Goldsteig den Langstreckenwanderer verzaubern und bezaubern. Flora und Fauna wechseln vom Steinwald, durch die Chamer und Furthersenke, hinauf in die Arberregion bis auf 1456 Meter, in faszinierendster Weise. Offene Landschaften, Moore, Flusstäler und Berge prägen eine Wanderung entlang des Goldsteigs. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die die Tour in mehreren aneinanderhängenden Tagen absolvieren können. Das Goldsteig-Abenteuer präsentiert sich in einem durchgängigen längeren Wanderurlaub von seiner besten Seite. Wenn man aufmerksam ist und Glück hat, dann kann man in der Wiesauer Teichpfanne durchaus wieder Fischadler beobachten. Roter Milan und Baumfalke segeln über Wiesen und kleinen Wäldchen. Im Prackendorfer- und Kulzer Moos kann man sehr gut die kleinen Wunder der Natur entdecken. Unter den Pflanzen wird man Sonnentau und Wollgras finden. In der Gattung der Falter ist der Hochmooor-Perlmutterfalter zu erwähnen. Im Nationalpark leben viele seltene und gefährdete Vogelarten wie das Auerhuhn, Haselhuhn, Wespenbussard und Sperlingskauz. Die Schachten und Filze begeistern auf einer herbstlichen Tour.  Dies sind die Werte eines Wanderweges die unsere Aufmerksamkeit wecken, aber die auch geschützt werden müssen.

 

Das Wunderbare ist: Wenn man diese Vielfalt erleben kann, weiß man auch, dass man sich in einem sensiblen Ökosystem bewegt, das es zu schützen gilt. Es versteht sich von selbst, dass man sich an die Regeln der Naturschutzgebiete hält und auch seinen Müll nach einer Pause wieder mit nach Hause nimmt und nicht im Wald zurücklässt. Hunde sind an der Leine zu führen. Wanderwege sind die Adern durch einen Erholungsraum und deshalb haben Quads und Geländemaschinen darauf nichts verloren. Motorisierte Fahrzeuge stören die Ruhe der Tierwelt und Natur, die zugleich den Wandergästen Kraft und Erholung spenden soll. Aber auch die Wanderer selbst werden angehalten, auf den Wegen zu bleiben, vor allem zum Schutz der Wildtiere und, vor allem in der kalten Jahreszeit. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der Schutz von Wanderwegeinrichtungen, Markierungen, Wegweisern und Unterständen, als auch Bänken. Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt. Alle Gäste, auch nachfolgende Wanderer möchten genießen können, was andere bereits vor Ihnen entspannt erleben konnten.

Somit wäre das Fundament gelegt, damit der Goldsteig auch für die Zukunft und im Sinne der Nachhaltigkeit seine Stärken und seine Schönheit erhalten kann. Das Jahr 2017 steht vor der Tür und der Goldsteig wird sein zehntes Jahr, seit seiner Eröffnung feiern. Darauf freuen wir uns schon sehr. Und wir hoffen, dass es auch für Sie ein schönes und gutes neues Wanderjahr werden wird. Kommen Sie und feiern Sie mit uns die Wunder der Natur am Goldsteig unter dem Motto:  „Wandern gehen – Wunder sehen“. Ich wünsche Ihnen einen traumhaften Winter,  ein Frohes Fest, einen freudigen Jahreswechsel mit Freunden und bleiben Sie zwischendurch immer wieder aktiv und damit auch gesund.

Goldsteig zum vierten Mal durch den DWV zum Qualitätsweg zertifiziert

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident DWV, Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V., Michael Körner, Goldsteig-Wegemanager beim Tourismusverband Ostbayern. Foto: J.Kuhr/Wanderverband
Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident DWV, Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V., Michael Körner, Goldsteig-Wegemanager beim Tourismusverband Ostbayern. Foto: J.Kuhr/Wanderverband

 Pressemitteilung
 
Qualität lohnt sich:
Goldsteig zum vierten Mal als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet;
2017 feiert der Goldsteig zehnjähriges Jubiläum

Der Goldsteig wurde auf der Messe TourNatur in Düsseldorf bereits zum vierten Mal vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswanderweg ausgezeichnet. Er erfüllt in hervorragender Weise Qualitätskriterien hinsichtlich der Wegebeschaffenheit, der Naturattraktivität, der kulturellen Sehenswürdigkeiten und des Wanderleitsystems. Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, nahm gemeinsam mit Michael Körner, Goldsteig-Wegemanager beim Tourismusverband Ostbayern, die Urkunde auf der größten Wandermesse Deutschlands entgegen. "Der Goldsteig ist ein Gemeinschaftswerk vieler, die mit ihrem Einsatz einen der schönsten Wanderwege Deutschlands managen, in Stand halten, markieren und beleben", dankt Braun allen Partnern und Beteiligten. Körner blickt stolz auf die Entwicklung des Weges: „Neben der Hauptroute konnten wir den Weg mit attraktiven Querverbindungen und mannigfaltigen Alternativ- und Rundtouren sowie Zuwegen aufwerten und so das Wegenetz weiter verdichten.“ Mit Blick auf die Zukunft fügt Braun hinzu, dass derzeit die Planungen für eine böhmische Goldsteigroute laufen und das Wegenetz des Goldsteigs dann rund 2000 Wanderkilometer betragen wird.

Goldsteig feiert 10-jähriges Jubiläum
Der Qualitätswanderweg geht 2017 in das zehnte Jahr seines Bestehens. Doch seine Geschichte ist schon viel älter. Der Weg verläuft teilweise auf den über 40 Jahre alten Europäischen Fernwanderwegen E6 und E8, aber auch auf mittelalterlichen Steigen, wie dem Goldenen Steig, und auf alten Handels-, Schmuggler- und Grenzpfaden. Mit 660 Kilometern Länge in der Haupttrasse und weiteren 750 Kilometern auf Rund- und Zuwegen ist er der längste und dank seiner Geschichte sicher auch der vielfältigste Qualitätswanderweg Deutschlands. Er führt auf zwei Hauptwegevarianten von Marktredwitz nach Passau. Die Südroute verläuft über die Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes, die Nordvariante geht über die Tausender des Bayerischen Waldes und durch den Nationalpark Bayerischer Wald. Wer sich für den Goldsteig entscheidet, kann fünf Naturparke und mit ihnen die verschiedenen Natur-Charaktere des Oberpfälzer Waldes und Bayerischen Waldes kennen lernen sowie den ältesten Nationalpark Deutschlands durchqueren.

Wanderfreundlich am Weg und im Internet
Eine passende Unterkunft und gutes Essen ergänzen den Wandergenuss am Goldsteig. Viele wanderfreundliche Betriebe, die Goldsteig-Ge(h)nuss-Partner, liegen an der Strecke, nehmen Gäste für eine Nacht auf und sind speziell auf die Bedürfnisse von Wanderern eingerichtet. Die meisten Gastgeber haben sich zudem einer regionalen Küche verschrieben und verwöhnen ihre Gäste mit köstlichen Gerichten. Alle Betriebe bieten auch einen Gepäcktransport an.
Alle Informationen inklusive eines modernen Tourenportals gibt es auf der Internetseite www.goldsteig-wandern.de, die sich in der Darstellung auch mobilen Geräten anpasst und damit unterwegs bestens genutzt werden kann.

Informationen:
Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D04, 93059 Regensburg, Tel. 0941 58539-0, Fax -39, E-Mail: info@ostbayern-tourismus.de, Internet: www.ostbayern-tourismus.de und www.goldsteig-wandern.de

 

Zeichen der Zeit entdecken - Dingen Beachtung schenken

Spätsommer am Goldsteig - Foto: Michael Körner
Spätsommer am Goldsteig - Foto: Michael Körner

Damit Dinge ihre Wirkung entfalten, muss man ihnen  Bedeutung geben. Täglich bewegen wir uns in einem Umfeld der vielfältigsten und phantastischsten Erscheinungen. Das eine Mal gelangen sie in unseren Wahrnehmungskreis und wir machen etwas daraus, meistens fliegen sie an uns nur so vorbei, ohne dass wir uns dabei etwas gedacht hätten und ihnen Beachtung schenken würden.

Wandern war für mich so eine Sache, welche seit meiner Kindheit präsent ist. Gewandert sind wir bereits als Kinder mit den Eltern und Großeltern, als der Wanderausflug in den 1960er Jahren bei uns zum sonntäglichen Familienprogramm gehörte. Rund um den Großen Arber waren wir schon unterwegs, als es unseren Goldsteig noch gar nicht gab. Wandern war für uns Kinder spannend, mit dem selbstgeschnitzten und verzierten Wanderstock (damals gab es noch keine Trekkingstöcke) der Familie vorauszueilen, Steinmännchen am Fluss zu bauen und barfuß an den Bächen die Natur zu entdecken. Was man hier erlebte vergisst man nicht, wie Fotos blieben die Erlebnisse im Gedächtnis hängen. Über viele Wanderjahre vermehren sich diese Erinnerungen. Als Wanderer entwickelt man sich weiter. Vom Tageswanderer wird man zum Fernwanderer. Viele Tage hintereinander zu wandern verändert die Blickwinkel mehr, als bei einer kurzen Tageswanderung. Plötzlich fühlt man anderes, denkt anders und erlebt anders. Was sich auch nachhaltig, wenn man längstens wieder zu Hause ist, auswirken kann.

Über die Jahre verändern sich Dinge, die Gesellschaft ändert sich, die Technik ändert sich. Daher ändert sich auch immer wieder der Blick auf die Dinge, und man wandert heute anders als früher. Auch die Naturerfahrung selbst hat sich verändert. Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Kinder-Outdoorhandbuch. Dies erzählte von spannenden Dingen, welche man draußen unternehmen kann. Ein Buch war der Anfang. Heute holen wir uns zur Planung unserer nächsten Wanderung Informationen aus dem Internet aus Tourenportalen, Outdoor-Blogs und mit Hilfe von Apps für das Mobiltelefon. Die Technik hat auf allen Wegen Einzug gehalten und sicher sind wir daher noch lange nicht am Ende der Entwicklungen angelangt. Das Mobiltelefon in der heutigen, internetfähigen Form nahm erst vor rund zehn Jahren seinen Lauf. Wir stehen im Wald und orientieren uns mit dessen Hilfe georeferenziert, direkt vor Ort. Eine Entwicklung, welche gedruckte Karten alt aussehen lässt, aber natürlich immer nur dann, wenn  man für das Telefon auch einen leistungsfähigen Empfang hat und der Akku geladen ist. So verändert sich, wie wir uns bewegen und kommunizieren und die Beschaffung von Informationen.

Dass sich in meinem Fall, jemals kindliche Erfahrungen, Hobby und Beruf in dieser Form verschmelzen, wer hätte das gedacht. Beruf kommt von Berufung, vielleicht musste es so kommen, und wenn einem eine Sache am Herzen liegt, gibt man ihm auch eine besondere Bedeutung. Es bleibt ein Leben lang präsent und es versteckt sich in einem und treibt einen voran, im positiven Sinn und zum Wohle aller. Auch wenn das Unterwegs sein täglich viel Energie und Geduld kostet, so ist es ein wesentlicher Bestandteil der Dinge. Und solange wir  auf einem guten Weg unterwegs sind, ist unser Leben in Bewegung und man kann sich auf einen noch spannenden verbleibenden Weg freuen, auch wenn man nicht weiß was alles noch auf einen zukommt.

Blicken wir immer nach vorne, entdecken die Zeichen der Zeit und geben ihnen Bedeutung. Ich wünsche Ihnen einen schönen Wanderherbst. Bleiben Sie aktiv und damit auch gesund.

 

Copyright: Michael Körner, Editorial für das Goldsteig Magazin, August - November 2016

 

Goldener Herbst - "Indian Summer"

Goldsteig herbstlich gefärbt - Markierung in der Südroute bei Pilgramsberg - Foto: Michael Körner
Goldsteig herbstlich gefärbt - Markierung in der Südroute bei Pilgramsberg - Foto: Michael Körner

Goldsteig-Abend In Niederwinkling

Rund 120 Gäste kamen nach Niederwinkling in das Begegnungszentrum (KiNi) zum Goldsteig- Info- Abend. Der zweistündige Vortrag fand großes Interesse.

Goldsteig wandern - ein Vortrag

Goldsteig, Markierung für 660 km Wanderweg - Foto: Michael Körner
Goldsteig, Markierung für 660 km Wanderweg - Foto: Michael Körner

InfoAbend und Ausstellung

Vortrag und Ausstellung: Samstag, 07. Mai 2016, um 18.00 Uhr Gemeindezentrum Niederwinkling (Bayerwaldstraße 7, 94559 Niederwinkling) Eintritt: frei

 

Ich lade Sie herzlich ein, zu einem Infoabend "Goldsteig wandern". Im Rahmen dieser Veranstaltung halte ich einen Präsentationsvortrag über Deutschlands längsten prädikatisierten Fernwanderweg, den Goldsteig. Dieser führt, auf zwei Routen von Marktredwitz bis Passau. Über 660 KIlometer durch die faszinierendsten Landschaften von Steinwald, Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald.
Lassen Sie sich verführen, sich mit mir auf diese spannende Fernwanderung zu machen und nehmen Sie die Gelegenheit wahr sich Inspiration und Anregungen für Ihre eigenen Wanderungen für dieses Jahr zu holen.
Ich werde Ihnen alle 38 Etappen des Goldsteigs vorstellen. Dazu gibt es von so mancher Anekdote und Geheimtipp, auch links und rechts des Weges zu erzählen.

Nach dem Vortrag stehe ich gerne für Fragen, zum Weg und zu dessen Bewältigung zur Verfügung. Sämtliche Publikationen zum Thema Wandern in Oberpfälzer Wald unf Bayerischer Wald werden zum Mitnehmen kostenlos ausliegen. Ebenso Veröffentlichungen zu weiterführenden Themen, wie z.B. den Ostbayerischen Festen und Veranstaltungen, aber auch zu anderen Wanderwegen der Region.
Begleitet wird die Ausstellung von einer kleinen Fotoausstellung, die von 7. Mai bis 5. Juni 2016, Montag bis Freitag, von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10.15 bis 11.30 Uhr besucht werden kann.
Wichtig: Aufgrund des begrenzten Platzangebotes bitten wir die Besucher des Vortrages um telefonische Anmeldung unter der Telefonnummer: 09962 94 02 31 (Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach, Herr Pfeffer).

Über Ihr Kommen würde ich mich sehr freuen!

Sonnenaufgang am Großen Arber

Sonnenaufgang am Großen Arber (1456 Hm) - Foto: Michael Körner
Sonnenaufgang am Großen Arber (1456 Hm) - Foto: Michael Körner

2. Platz für "Goldsteig wandern" bei der Wahl zu "Deutschlands schönster Wanderweg 2015"

Manuel Andrack überreichte auf der Messe Tour Natur in Düsseldorf dem Team vom "Goldsteig" die Urkunde - v.l.n.r. Manuel Andrack, Veronika Perschl und Michael Körner - Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann
Manuel Andrack überreichte auf der Messe Tour Natur in Düsseldorf dem Team vom "Goldsteig" die Urkunde - v.l.n.r. Manuel Andrack, Veronika Perschl und Michael Körner - Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann

Auf Deutschlands Trekking Messe Nr. 1, der TourNatur in Düsseldorf, wurde der Wanderweg Goldsteig mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Bei der Wahl zu "Deutschlands schönster Wanderweg 2015" wählten ihn die Leser und Internetbesucher des Wandermagazins auf Platz 2. Den ersten Platz konnte, durch die starke Unterstützung seiner Fans, der Eifelsteig für sich entscheiden. Platz 3 belegt der Lahnwanderweg. Wir gratulieren ganz herzlich!

Freiheit und Frieden stecken in (m)einem Rucksack

Vor kurzem las ich ein Zitat: "Am schwierigsten ist der Weg zwischen den Wegweisern zu finden. Dieser Satz war in seinem Zusammenhang sehr tiefgründig zu verstehen. Nicht, dass die Wege schlecht markiert wären,  nein, hin und wieder wird einem der Weg aufgezeigt und ein Leitfaden gereicht. Zwischen den Wegweisern jedoch muss und sollte man hinterfragen: „Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Sollte ich nicht lieber eine andere Richtung einschlagen? Ist es nicht besser vielleicht einen Umweg in Kauf zu nehmen?“

Sie sehen, wandern hat immer etwas mit Philosophie zu tun. Auf Langstreckenwanderungen bekommt man den Kopf frei, was in dieser Form eine Tagestour nicht bieten kann. Je länger eine Tour wird, desto mehr gelingt es uns, im wahrsten Sinne des Wortes, Abstand zu bekommen. Abstand nicht nur von zu Hause, Abstand auch von Dingen, welche uns schwierig erschienen, dann aber plötzlich „nichtig und klein“, wie Reinhard Mey es in „Über den Wolken“ besingt, vorkommen.
Mey meint,  über den Wolken müsse die Freiheit wohl grenzenlos sein. Ich erlebe auf unseren Fernwanderungen stets, dass auch beim Wandern die Freiheit unmittelbar ohne Grenzen und am intensivsten zu spüren ist. 
Begegnung und Gastfreundschaft, Freiheit und Frieden sind zwei hohe Güter, welche sich unsere Gesellschaft erwirkt hat und diese auch schützen und erhalten muss. Zwei Werte, welche, wie wir wissen, nicht selbstverständlich sind. Wenn wir wandern, frei über Grenzen hinweg - was ebenfalls nicht selbstverständlich ist - in ferne Länder, so können wir Menschen begegnen, auf dem Land, in den Städten, in den Bergen und an den Flüssen. Fremde werden zu Freunden. Wandern heißt auch sich begegnen. Wandern heißt Gastfreundschaft erleben, jedoch auch nicht immer nur nehmen, sondern auch geben. Wandern in Europa heißt, Frieden pflegen und erhalten.
„Bis zum Horizont und noch viel weiter“, ebenfalls ein Wandermotto, welchem wir stets folgen könnten. Wandern ist kostenlos, wir müssen keinen Wegezoll bezahlen. Wir kommen auf all den Wegen dieser Welt, zu Fuß in jeden Winkel dieser Erde. Packen Sie ihren Rucksack, machen Sie sich auf, nehmen Sie sich die Zeit, streben Sie einem Wunschziel entgegen und seien Sie offen, für die Erlebnisse und Begegnungen, welche auf Sie warten.
Unsere mehr oder weniger langen Fernwanderwege in Ostbayern bieten immer eine Gelegenheit, sich auf den einen oder anderen Weg zu machen. Von Nord nach Süd, von Ost nach West, wie auch immer. Lernen Sie Land und Leute, Traditionen und Kulturschätze kennen, betrachten Sie sie einmal aus einem anderen Blickwinkel. Lieber im Schritttempo durch ein Land wandern, als mit dem Auto auf einer Autobahn zu stehen. Es gibt viel zu entdecken.
Freiheit und Frieden stecken in einem Rucksack. Und Sie werden sehen, Sie werden immer Ihren Weg zwischen den Wegweisern finden. Und sollte es einmal nicht ganz so leicht sein, dann orientieren Sie sich einfach neu. Ein Verlaufen gibt es nicht.

Diese Wandersaison ist schnell vergangen.  Schon zieht der Winter langsam über das Land. Schauen wir einmal, wie er  heuer ausfallen wird. Aber auch die winterliche Mittelgebirgslandschaft am Goldsteig hat viel für Wanderer zu bieten. Hinterlassen Sie Ihre Spuren, damit andere Ihnen folgen können.

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Jahresausklang, einen friedvollen Start ins das neue Jahr. Bleiben Sie aktiv und damit auch gesund!

 

© Michael Körner, geschrieben für das Goldsteig-Magazin, Ausgabe Winter 2014 /´15 

 

Auf der VIA FRANCIGENA - von Lucca nach Rom

Lucca - Piazza Anfiteatro - Foto: Michael Körner
Lucca - Piazza Anfiteatro - Foto: Michael Körner

Hier findet Ihr unsere Etappeneinteilung und wie wir die Strecke gemeistert haben:
Etappen Lucca - Rom

Impressionen von der Tour könnt Ihr in der Galerie finden:

Via Francigena

Gerettete Landschaften - 40 Wanderungen zu bayerischen Naturschutzerfolgen

Gerettete Landschaften - Ulrike Rohm-Berner und Winfried Berner
Gerettete Landschaften - Ulrike Rohm-Berner und Winfried Berner

40 Wanderungen zu bayerischen Naturschutzerfolgen

Aus dem Hause Bergverlag Rother erschien die Tage ein neuer Wanderführer. Auffällig ist, dass das Titelbild nicht wie üblich in Rot gefasst ist, sondern diesmal in einem frischen, frühlingshaften Grün erschien.
Anlässlich des 100jährigen Bestehens des Bund Naturschutz in Bayern e.V. dieses Jahr, haben sich die Autorin Ulrike Rohm-Berner und der Autor Winfried Berner die Arbeit gemacht und die schönsten 40 Wanderungen zu bayerischen Naturschutzerfolgen zusammengestellt.

Auf 192 Seiten werden nicht nur die Wanderungen, mit der für Rother immer wieder hochwertigen Kartographie dargestellt, es werden auch Fakten und Hintergründe mit zahlreichen Begebenheiten um den Erhalt unserer zu schützenden Natur und Umwelt geschildert. Der Wanderführer lädt uns ein, die landschaftliche Vielfalt Bayerns zu besuchen und  zu erwandern.
Das Titelbild schmückt ein Foto der Weltenburger Enge mit seinem Kloster Weltenburg. Allein dies ist  ein klassisches Beispiel, wie wir uns heute glücklich schätzen können, dass hier keine Staustufe gebaut wurde.
Von den 40 vorgestellten Routen liegen  fünf auch im Bereich unseres Prädikatswanderweges Goldsteig, zwischen Marktredwitz und Passau.

Diese möchte ich, unseren Goldsteig-Wanderen, natürlich ganz besonders ans Herz legen. Es beginnt mit der "Tour 22 und der Dießensteiner Leite – kein Stausee im Ilztal" und liegt somit da, wo der Goldsteig auf das Ilztal trifft nur rund 15 Minuten von diesem entfernt und ist auf jedem Fall, den kleinen Abstecher wert. Gefolgt von der Tour durch das Tal der Kleinen Ohe zum Lusen, einer Wanderung im Nationalpark Bayerischer Wald. Rund um den Hirschenstein mit dem idyllischen Mühlgrabenweg wird genauso beschrieben, wie die Goldsteig Tagesetappe  durch das Höllbachtal bei Brennberg / Postfelden und wird ergänzt  durch die Runde um Falkenberg - entlang der Waldnaab bis in das Tirschenreuther Becken, welche alternativ von unserem Goldsteig über Tirschenreuth und weiter zum prädikatisierten Nurtschweg dienen könnte.
Ich gratuliere dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. zum 100jährigen Jubiläum, zu seinen Erfolgen und der Idee ein Wanderbuch zu schreiben. Es ist gut, dass Wanderer durch fachkundige Führung und Begleitung an die Naturschätze Bayerns herangeführt werden und aufgezeigt wird, was schützenswert ist und bleiben muss. Dass Wanderer an dieser Thematik mehr und mehr interessiert sind belegen auch die steigenden Teilnehmerzahlen geführter Wanderungen in Begleitung von ausgebildeten Personen – z.B. Natur- und Landschaftsführer, Waldführer oder Nationalparkführer.

 

Rother Wanderführer
Winfried Berner und Ulrike Rohm-Berner

Gerettete Landschaften
40 Wanderungen zu bayerischen Naturschutzerfolgen

192 Seiten mit 134 Farbabbildungen, 40 Höhenprofile, 40 Wanderkärtchen, Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert, ISBN 978-3-7633-4438-3, 14,90 Euro.

Via Gebennensis - auf dem Jakobsweg durch Frankreich - von Genf nach Le-Puy-en-Velay

durch die Weinberge des Savoie - Foto: Michael Körner
durch die Weinberge des Savoie - Foto: Michael Körner

In 18 Gehtagen kann man sehr gut auf der Via Gebennensis die Strecke von Genf (CH) bis nach Le-Puy-en-Velay (F) zurücklegen. Gerne wollen wir Euch wieder ein wenig Einblick gewähren, was einen auf dieser Strecke auf dem Jakobsweg erwartet. 

In Frankreich werden die Regionen, Haute-Savoie, Savoie, Isére, Loire und Haute-Loire durchquert. Zu Beginn, ab Seyssel folgt der Weg über Chanaz bis Yenne dem Verlauf der Rhone. Nach Le-Grand-Lemps geht es gemäßigt durch die Ebenen des Isére, bis man dann hinter Chavanay in die Berge wieder aufsteigt und mit dem höchsten Punkt einen kleinen Teil des Zentralmassives mit dem Massif du Meygal überschreitet. Der höchste Punkt auf der Via Gebenennsis liegt rund 9 km hinter Saint-Jeures und erreicht bei Raffy die Höhe von rund 1276 Meter. Unsere ganz persönliche Etappeneinteilung könnt Ihr unter Via Gebennensis finden und einige Impressionen erneut in der Galerie. Für uns persönlich hat sich somit eine weitere Strecke erschloßen und wir sind nun vom Genfer See bis nach Santiago de Compostela über die vergangenen Jahre gewandert. Darüber hinaus auch von Santiago bis nach Muxia und Fisterre. Für uns steht somit noch das Abenteuer durch die Schweiz aus :-) Wir freuen uns schon darauf, wann es aber soweit sein wird können wir noch nicht sagen.

Presse: "Die Muschel in Europa" - Kirche im Europa-Park

Foto: Europa-Park, Rust - Gastgeber Jürgen Mack mit den Referenten in der Kapelle des Europa Parks
Foto: Europa-Park, Rust - Gastgeber Jürgen Mack mit den Referenten in der Kapelle des Europa Parks

Pilgern, Erleben und Begegnen im Europa-Park

 

Am Samstag, den 2. Juli und Sonntag, den 3. Juli 2011 fand bereits zum sechsten Mal die Veranstaltung „Die Muschel in Europa“ auf Initiative der Badischen St. Jakobusgesellschaft, in Zusammenarbeit mit der Kirche im Europa-Park, statt.

In diesem Jahr stand das Wochenende unter dem Motto „Jakobusgespräche 2011 – Pilgern: Einstieg oder Ausstieg? Neue Perspektiven zwischen Flip Flops und High Heels“. Wie schon in den Vorjahren trafen sich zahlreiche Pilgerfreunde und Interessierte, um am Samstag gemeinsam von Ettenheim-Altdorf bis Rust zu pilgern. Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Vorträgen und wurde dem Thema „Jugend auf dem Pilgerweg“ gewidmet.

 Den Auftakt der zweitägigen, traditionell stattfindenden Veranstaltung bildete am Samstag, den 2. Juli 2011 die Pilgerung des Wegabschnitts von Ettenheim-Altdorf nach Rust. Im Vordergrund standen hierbei der Erfahrungsaustausch, Gespräche und Begegnungen. Die Teilnehmer konnten Pilger-Eindrücke und Erinnerungen von früheren Pilgerreisen austauschen. Im Anschluss gab es im Hotel „Santa Isabel“ des Europa-Park eine kleine Feier mit musikalischer Untermalung. Den Abschluss des Tages bildetet die Eucharistiefeier in der Pfarrkirche Petri Ketten in Rust.

Am Sonntag, den 3. Juli bekamen die Jakobusfreunde aus ganz Baden-Württemberg, dem Elsass und der Schweiz die Gelegenheit zur Diskussion mit dem thematischen Schwerpunkt „Jugend auf dem Pilgerweg“. Nach einer Begrüßung durch den Gastgeber Jürgen Mack, Geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Park, widmeten sich vier Referenten mit Fachbeiträgen dem Thema aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln. David Büchner, Student der Sozialen Arbeit und selbst Pilger, berichtete von seiner Pilgererfahrung aus der Sicht eines „betroffenen“ jungen Erwachsenen während Dr. Thomas Dietrich, Landvolkpfarrer der Erzdiözese Freiburg, das Thema aus verbandlicher und seelsorgerlicher Sicht beleuchtete. Tourismus- und Wegexperte vom Tourismusverband Ostbayern e.V. Michael Körner, brachte die touristische Perspektive ein bevor Prof. Dr. Ulrich Knefelkamp seine Erfahrungen von den ostdeutschen Pilgerwegen berichtete. Den musikalischen Rahmen bildete die Band „Camino Mundo“ aus Ludwigsburg.

Quelle: Pressemeldung - Europa-Park, Rust

Wieder zurück von der Via de la Plata

Via de la Plata - Foto: Michael Körner
Via de la Plata - Foto: Michael Körner

Nach 20 Gehtagen, zwischen Sevilla und Salamanca (520 km) sind wir wieder wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Erste Fotos von unserem letzten Unterwegssein, auf der Via de la Plata von Andalusien, durch die Extremadura bis in den Bereich von Castilla y Leon findet Ihr in der Galerie mehr sehen.