Vielfalt erleben - Wandern und Naturschutz

Wandern und Naturschutz sind zwei Dinge, welche voneinander untrennbar sind. Bei Prädikatswegen, wie dem Goldsteig stehen Naturschutz und der bewusste Umgang mit der Natur ganz oben auf der Werteskala. Qualitätswege führen durch Naturschutzgebiete und Naturschutzzonen, sie bürgen für eine große Abwechslung in jeglichem Sinn.
Der Goldsteig zählt zu Deutschlands vielfältigsten Wanderwegen, er führt durch fünf Naturparke und durch Deutschlands ältesten Nationalpark im Bayerischen Wald. Dies sind Pfunde, mit denen der Goldsteig aufwarten kann und die Wanderer eine vielseitige Landschaft und Topographie im Wandel erleben lässt, wie es kaum eine Region vermag. Auf 660 Kilometer, in einer Nord- und einer Südroute wird der Goldsteig den Langstreckenwanderer verzaubern und bezaubern. Flora und Fauna wechseln vom Steinwald, durch die Chamer und Furthersenke, hinauf in die Arberregion bis auf 1456 Meter, in faszinierendster Weise. Offene Landschaften, Moore, Flusstäler und Berge prägen eine Wanderung entlang des Goldsteigs. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die die Tour in mehreren aneinanderhängenden Tagen absolvieren können. Das Goldsteig-Abenteuer präsentiert sich in einem durchgängigen längeren Wanderurlaub von seiner besten Seite. Wenn man aufmerksam ist und Glück hat, dann kann man in der Wiesauer Teichpfanne durchaus wieder Fischadler beobachten. Roter Milan und Baumfalke segeln über Wiesen und kleinen Wäldchen. Im Prackendorfer- und Kulzer Moos kann man sehr gut die kleinen Wunder der Natur entdecken. Unter den Pflanzen wird man Sonnentau und Wollgras finden. In der Gattung der Falter ist der Hochmooor-Perlmutterfalter zu erwähnen. Im Nationalpark leben viele seltene und gefährdete Vogelarten wie das Auerhuhn, Haselhuhn, Wespenbussard und Sperlingskauz. Die Schachten und Filze begeistern auf einer herbstlichen Tour.  Dies sind die Werte eines Wanderweges die unsere Aufmerksamkeit wecken, aber die auch geschützt werden müssen.

 

Das Wunderbare ist: Wenn man diese Vielfalt erleben kann, weiß man auch, dass man sich in einem sensiblen Ökosystem bewegt, das es zu schützen gilt. Es versteht sich von selbst, dass man sich an die Regeln der Naturschutzgebiete hält und auch seinen Müll nach einer Pause wieder mit nach Hause nimmt und nicht im Wald zurücklässt. Hunde sind an der Leine zu führen. Wanderwege sind die Adern durch einen Erholungsraum und deshalb haben Quads und Geländemaschinen darauf nichts verloren. Motorisierte Fahrzeuge stören die Ruhe der Tierwelt und Natur, die zugleich den Wandergästen Kraft und Erholung spenden soll. Aber auch die Wanderer selbst werden angehalten, auf den Wegen zu bleiben, vor allem zum Schutz der Wildtiere und, vor allem in der kalten Jahreszeit. Ein wichtiger Bestandteil ist auch der Schutz von Wanderwegeinrichtungen, Markierungen, Wegweisern und Unterständen, als auch Bänken. Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt. Alle Gäste, auch nachfolgende Wanderer möchten genießen können, was andere bereits vor Ihnen entspannt erleben konnten.

Somit wäre das Fundament gelegt, damit der Goldsteig auch für die Zukunft und im Sinne der Nachhaltigkeit seine Stärken und seine Schönheit erhalten kann. Das Jahr 2017 steht vor der Tür und der Goldsteig wird sein zehntes Jahr, seit seiner Eröffnung feiern. Darauf freuen wir uns schon sehr. Und wir hoffen, dass es auch für Sie ein schönes und gutes neues Wanderjahr werden wird. Kommen Sie und feiern Sie mit uns die Wunder der Natur am Goldsteig unter dem Motto:  „Wandern gehen – Wunder sehen“. Ich wünsche Ihnen einen traumhaften Winter,  ein Frohes Fest, einen freudigen Jahreswechsel mit Freunden und bleiben Sie zwischendurch immer wieder aktiv und damit auch gesund.