MARKIERUNG UND MONTAGE DER WEGWEISER

Goldsteig Wegweiser - Foto: Michael Körner
Goldsteig Wegweiser - Foto: Michael Körner

Wegemanagement
Teil 2

Markierung und Wegweisermontage

 

Nachdem wir den gesamten Weg begangen und aufgenommen hatten, ging es an die Ausarbeitung und Abstimmung eines Beschilderungskonzeptes, sowie die Planung der Wegweiserstandorte und den dazugehörigen Schildern. Parallel dazu musste eine durchgehende Markierung, mit dem gelben "S" auf der gesamten Strecke koordiniert werden. Die Ausbringung der Markierung übernahmen die Wegepaten der einzelnen Abschnitte. Dem Goldsteig stehen heute rund 60 Wegepaten und deren Helfer zur Seite. Ohne diese guten Geister und letzten "Trapper" an den Wanderwegen, wäre ein Weg wie der Goldsteig nicht denkbar und machbar. Praktisch ehrenamtlich engagieren sie sich, das ganze Jahr über, für eine optimale Besucherlenkung, lückenlose Markierung am Weg und Naturschutz.

Für mich began der Außendienst erneut mit der Montage der Wegweiser. 360 neu geplante Standorte mussten nun angefahren werden und mit dem jeweiligen Wegweiser versehen werden. Es waren wahrhaft stürmische Zeiten, da uns Orkan Kyrill im Januar 2007, die Arbeit von 2006 in einigen Teilen bereits wieder zunichte gemacht hatte und einer Überarbeitung bedurfte.

 

Wir liesen uns nicht unterkriegen und arbeiteten auf unser Ziel hin, Deutschlands längsten zertifizierten Fernwanderweg fertigzustellen.  Mit Hilfe von Martin Franz war ich die kommenden Wochen im gesamten Gebiet unterwegs um jeden Wegweiser eigenhändig zu montieren. Wir starteten sehr früh am Morgen, als auch in die Saison, so dass wir selbst im Schnee stecken blieben, mal die steile Anfahrt im Wald, ohne schweres Gerät nicht mehr hochgekommen wären und viele raffinierte Fahrmanöver vornehmen mussten um an unsere Stellen zu gelangen. Hin und wieder war es erforderlich, die Pfähle, Schilder und das Werkzeug über unwegsames Gelände, bis vor Ort zu tragen, da nicht alle Standorte mit einem Fahrzeug erreicht werden konnten. Jedes Wetter nahmen wir in Kauf, kämpften uns durch Nebel und nicht selten durch den Regen. Wir durften den Goldsteig von seiner mystischen Seite erleben, aber auch von seinen sonnigen, heißen Seiten über die Sommermonate.

 

Dazu wieder eine kleine Slideshow: