Der Nurtschweg - in der Oberpfalz

auf dem Nurtschweg vor Bärnau - Foto: Michael Körner
auf dem Nurtschweg vor Bärnau - Foto: Michael Körner

Von Waldsassen bis Waldmünchen

 

... ist einer der bekanntesten Weitwanderwege der Oberpfalz. Gleichzeitig ist er ein Teilstück des E6 von der Ostsee bis zur Adria. Die Wanderung kann man wahlweise bei der Kappel außerhalb Waldsassens beginnen, oder aber auch erst in Waldsassen selbst. Über das „Grüne Dach Deutschlands“ wie eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas auch genannt wird, können Sie zahlreiche und faszinierende Natur- und Kulturschönheiten erleben. Dies reicht vom Mittelpunkt Europas, gleich hinter Neualbenreuth bis hin zum Perlsee vor den Toren von Waldmünchen. Je nach Start- und Endpunkt der Wanderung sind es ca. 133 spannende, erlebnisreiche Wanderkilometer, welche Sie grenznah zu Tschechien, erwandern und entdecken können.  Fotos dazu findet Ihr in der Galerie: Nurtschweg.


Markierung Nurtschweg:
Gelb-rot-gelb (horizontal)

 

 

Mögliche Etappeneinteilung so wie wir den Nurtschweg gewandert sind:    
Strecke Kilometer Gehzeit
Waldsassen - Mähring                                      31 km   8,0 Std.
Mähring - Altglashütte 27 km 7,0 Std.
Altglashütte - Eslarn 33 km 8,0 Std.
Eslarn - Stadlern 19 km 5,0 Std.
Stadlern - Waldmünchen / Perlsee                                                19 km 5,0 Std.
     
Den kompletten Nurtschweg in 7 Tagen wandern könnte so aussehen:    
Kappl - Neualbenreuth 18 km  
Neualbenreuth - Mähring 18 km  
Mähring - Bärnau 17 km  
Bärnau - Georgenberg-Hinterbrünst 21 km  
Georgenberg-Hinterbrünst - Eslarn 19 km  
Eslarn - Stadlern 19 km  
Stadlern - Waldmünchen 21 km  

bei der Mühle Gehenhammer - Foto: Michael Körner
bei der Mühle Gehenhammer - Foto: Michael Körner

Hinweis: Im Bestreben, den Nurtschweg (und damit den E6) abschnittsweise nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes zu verbessern, wurden bereits einige Veränderungen vorgenommen, die noch in keiner Karte erkennbar sind. Die neuen Abschnitte sind aber so gut markiert, dass man sie auch ohne Karte problemlos finden kann. Informationen über den aktuellen Stand erhalten Sie unter Tel. 0961-31421 und beim Oberpfälzer Waldverein.


Wegbeschreibung

Quelle: Oberpfälzer Waldverein - mit freundlicher Genehmigung - KH

 

Der Name stammt von dem Weidener Postbeamten Johann Baptist Nurtsch, der den Weg erschlossen hat. Im OWV-Schutzhaus Silberhütte ist sein Bild zu sehen.
 
Wer auf dem Europäischen Fernwanderweg E 6 von Norden her in die Oberpfalz kommt, erreicht erst einmal die archtektonisch einzigartige Kappl von Georg Dientzenhofer nördlich von Waldsassen. Eine weitere Wegstunde bringt ihn in die Stadt. Ab der Kappel verläuft der E 6 auf dem Nurtschweg.
 
Um 1133 gründete Markgraf Diepold III. ein Zisterzienserkloster, das rasch an Bedeutung und Macht gewann. Bald gehörte das umliegende "Stiftland" dem Kloster. Reformation, 30-jähriger Krieg und Säkularisation erschütterten seine Macht. Seit 1864 beherbergt es Zisterzienserinnen.
Ab 1614 entstand um das Kloster durch Niederlassung von Tuchmachern eine bürgerliche Siedlung "Waldsassen", die 1896 zur Stadt erhoben wurde. Bahnanschluss, Glas- und Porzellanindustrie, Ziegelfabriken, Großbaufirmen und das Kondrauer Mineralwasser verhalfen ihr zur Blüte. Heute hat Waldsassen rund 7800 Einwohner. Als Sehenswürdigkeiten gelten die großartige barocke Basilika, der kunstvoll ausgestattete Bibliothekssaal und das Stiftlandmuseum. Geschäfte, Hotels, Gasthöfe und Pensionen sorgen für Verpflegung und Unterkunft für Wanderer.
Der Nurtschweg führt durch das Zentrum der Stadt am Rathaus und der Basilika vorbei und auf die andere Seite der Wondreb hinüber in die Pfaffenreuther Straße, wo links der Egnermühlweg abzweigt. Wir folgen dem Egnermühlweg und kommen an einer Geflügelfarm vorbei und über den "Rehbuckel" aufwärts. Meist naturbelassene Wege und Steige bringen uns zur Forstkapelle. Wir bleiben weiter im Wald und etwa in gleicher Höhe und queren dabei die Straße von oder nach Poxdorf. Kurz vor Panzen erreichen wir einen Waldrand und haben dort herrliche Aussicht über das Fraischbachtal hinüber und zu Ortsteilen von Eger/Cheb.
Leicht abwärts erst durch Wald und dann zwischen Äckern hindurch kommen wir nach Maiersreuth am Muglbach. Der Weg führt hier durch wechsellagernden Phyllit und Quarzit und an Hardeck vorbei am Bach entlang aufwärts. Durch das herrliche Muglbachtal kommen wir nach Neualbenreuth. Der Markt mit rund 1500 Einwohnern hat eine schöne Pfarrkirche und viele Fachwerkhäuser im Egerländer Stil. Einkauf und Unterkunft sind Möglich. Abstecher zur Kleinen Kappl, einer Wallfahrtskirche St. Sebastian mit reicher Rokokoausstattung, und zum Schlosshotel Ernestgrün mit Golfplatz bieten sich an. Richtig bekannt wurde Neualbenreuth schließlich durch sein Kurzentrum "Sibyllenbad", wo es ein reichhaltiges Therapieangebot sowie Quellen mit beachtlichem Radon- oder Kohlensäuregehalt gibt.


Der OWV-Zweigverein Neualbenreuth betreut ein Wanderwegenetz von über 200 km Länge. Unsere Markierung (gelb-rot-gelb horizontal) führt in östlicher Richtung aufwärts zum Grenzlandturm mit schöner Aussicht ins Egerland. Dann geht es weiter in den Westhang des Tillenberges (939 m). Ein steiler Anstieg bringt uns an die Grenze zu Böhmen. Dann geht es an der Grenze entlang. Ein alter Hohlweg, interessante Steine (Königstein, Mittelpunkt Europas), Quellen und ein markierter Abstecher zum Gipfel (jenseits der Grenze) sorgen für Abwechslung.


Am Waldrand bei Altmugl erwartet uns herrliche Aussicht nach Nordwesten. Bei seinen Wasserfällen kommen wir wieder an den Muglbach. Der Wanderer genieße besonders den folgenden Abschnitt parallel zum Bach. Die Straße nach Mähring bleibt links bis wir zur Kirche St. Nikolaus kommen. Die Kirche erinnert an einen früheren Ort Högelstein. Bänke laden zur Rast.
Wir bleiben weiter im Wald und folgen ungefähr dem Nikolausbach, erst auf seiner rechten Seite, dann links. Über einen Höhenzug gelangen wir an den Waldrand westlich von Mähring.
Der Ort hat ungefähr 600 Einwohner. Er hat Busanschluss nach Tirschenreuth und nach Marienbad. Ein Geschäft bietet Verpflegung. Unterkunft ist bedingt möglich.
Mineralogen und Geologen wissen von einem früheren Versuchsabbau für Uran. Vom Aussichtsturm bei der St.-Anna-Kapelle kann man bis in den Kaiserwald schauen.
Während der Nurtschweg bisher vorwiegend im Wald verlief, erwartet uns jetzt eine längere Strecke im Freien. Die Markierung führt uns zwischen Wiesen und Äckern weiter. Die Straße, erst in Richtung Tirschenreuth, später in Richtung Bärnau, bleibt rechts, der Wald links. An Ebersberg und Redenbach vorbei kommen wir auf den Galgenberg und schließlich nach Griesbach.
Der Ort wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt und er war früher ein bedeutendes Reichsdorf. Heute hat er die auf 710 m höchstgelegene Pfarrkirche der Oberpfalz. Er ist landwirtschaftlich strukturiert. Viele der rund 400 Einwohner finden als Auspendler Arbeit. Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" wurde Griesbach 1982 Kreissieger und erhielt die Silbermedaille der Oberpfalz.
Der OWV-Zweigverein Griesbach betreut rund 60 km markierter Wanderwege, teils Rundwege. So auch ein Stück des Main-Mies-Weges, der von der Rotmainquelle im Lindenhardt kommt, markiert mit rotem Schrägkreuz auf weißem Feld. Den Nurtschweg führt man über den Kostenberg (768 m) mit schöner Aussicht in südlicher Richtung hinaus. Dann wieder durch Wald und schließlich im Freien erreichen wir das Dorf Hermannsreuth, dessen ursprünglich böhmischer Teil nicht mehr existiert. Eine Übersichtstafel an der Grenze klärt auf. Unser Weg führt zwischen dem Großen und dem Kleinen Dürrmaul hindurch nach Bärnau.
Die kleinste Stadt des Stiftlandes und des Landkreises Tirschenreuth mit etwa 3800 Einwohnern macht durch geschlossene Bauweise und die teilweise erhaltene Stadtmauer einen romantischen freundlichen Eindruck. Weltbekannt wurde sie früher durch ihre Knopfherstellung. Im Deutschen Knopfmuseum kann man Knöpfe aus drei Jahrhunderten und deren Herstellungsweisen studieren. Der Wanderer findet Geschäfte sowie Einkehr- und Unterkunftsmöglichkeiten. Eine Straße führt über die Grenze in Richtung Tachau.
Der Nurtschweg verlässt Bärnau nach Süden. Über Naab folgt er ungefähr der jungen Waldnaab aufwärts. Befestigte und urige Waldwege wechseln ab und führen den Wanderer zur Quelle der Waldnaab an der Grenze zu Böhmen. Die Quelle ist gefasst und eine Granitbank mit Wappen einiger Städte am Fluss lädt zum Verweilen ein. Die Quelle liegt am Nordostabhang des Entenbühls (901 m), des höchsten Punkts im nördlichen Oberpfälzer Wald. An dessen Westabhang liegt die Silberhütte, ein Schutzhaus des Oberpfälzer Waldvereins. Die Wirtinnen öffnen im Winter täglich. Im Sommer halten sie am Montag Ruhetag und im November 2 Wochen Urlaub.
Der Name Silberhütte erinnert an eine früher hier betriebene Glashütte. 1932 erbaut, mehrfach erweitert und renoviert bietet das Haus (alle Zimmer mit Dusche, zum Teil mit WC) Unterkunft und Verpflegung. Anschrift 95671 Bärnau, Tel. 09635/924782. Im Winter ist hier ein schneesicheres Langlaufzentrum und Stützpunkt des Schiclubs Altglashütte, in der übrigen Jahreszeit Wanderstützpunkt. Es gibt markierte Rundwege und Stichwege und natürlich den Nurtschweg.
Letzterer führt von der Hütte aus zum Kreuzstein, dann ein Stück an der Grenze und damit am Westhang des Rabenberges (Gipfel 894 m, jenseits der Grenze) entlang. Über den Brotfelsen kommt man zum Schellenberg (829 m) mit einer Aussichtsplattform auf Resten eines früheren Jagdschlosses der Lobkowitzer. Sehr schön kann man hier die sogenannte "Wollsackverwitterung" des Granits mit seiner Rundblockbildung erkennen.
Vom Schellenberg führt der Weg im Wald herunter zur "Tafelbuche", einer alten Wegespinne, und schließlich in eine Rodungsinsel mit Gehöft bei Gehenhammer, das eine ehemalige Getreidemühle, ein Mühlenmuseum und ein Original Oberpfälzer Brotzeitstüberl aufweist (Tel. 09658/347). Einkehr sei empfohlen. Der Wanderer kommt auf den Troidlberg, dort an den Waldrand und hat an der Kapelle herrliche Aussicht nach Süden. Zu seinen Füßen liegt Neudorf mit einem Gasthaus. Der Weg führt ihn an die Grenze und an dieser entlang. Er bewegt sich hier im Bereich der Gemeinde Georgenberg.
Der zugehörige OWV-Zweigverein betreut rund 120 km Rund- und Zielwege als Einladung für Wanderer, die hier einmal länger bleiben wollen. Im Übrigen geht es der Grenze entlang über Waldheim nach Hagenhaus. Bei Leßlohe tauchen wir wieder in den Wald ein. Am Schneeberg vorbei kommen wir auf den Pleysteiner Sulzberg (755 m) und in ein Naturwaldreservat. Über das "Alte Schloß" geht es abwärts und vom Waldrand aus können wir schon nach Waidhaus hinuntersehen. Der Lustweg bringt uns in den Ort.
Waidhaus gilt als Symbol des internationalen Grenzverkehrs. Hier entstand einer  der wichtigsten Grenzübergänge  der Bundesrepublik in den Osten. Nach Öffnung der Grenzen hat man den Ausbau der Europastraße E 50 (Paris - Nürnberg - Prag) fertiggestellt. Sie ist jetzt durchgehend befahrbar, auf deutscher Seite als A 6.  Der örtliche OWV-Zweigverein betreut gut 70 km Wanderwege.
Unsere gelb-rot-gelbe Markierung führt den Wanderer an der Kirche vorbei zum ehemaligen Bahnhof und mit anderen Wanderwegen zusammen auf der alten Bahntrasse auswärts. Auf einem Steg quert der Wanderer die Pfreimd. Am Gegenhang kommt er im Wald erst nach rechts und dann aufwärts. Der Gipfel des Ulrichsberges bleibt rechts. Über Heilinghaus und Bruckhof  erreicht er die Gegend von Eslarn. Ein Waldrand bietet schöne Aussicht nach Osten. Der Wanderer kommt zum Atzmannsee, dem Badeweiher von Eslarn. Wenn er in den Ort will, muss er einen Abstecher machen.
Eslarn wird erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt, ist aber sicher viel älter. Der Ort war immer Umschlagplatz sowie Durchgangs- und Grenzstation im Handel mit Böhmen. Heute gibt es Fahrzeugbau und Holz- und Kunststoffverarbeitung. Im Übrigen leben die 3200 Einwohner von Handel und Gewerbe. Auch auf Fremdenverkehr legt man großen Wert. Gasthöfe, Pensionen und Privatzimmer erwarten Gäste. Die Kirche Mariä Himmelfahrt hat einen schönen Akanthusaltar. Der örtliche OWV-Zweigverein hat sich um seine etwa 100 km Rundwege sehr bemüht.
Durch Eslarn kommen auch weitere Hauptwanderwege des OWV und führen bei Tillyschanz an die Grenze zu Böhmen. Nach Westen führen der Wallenstein-Tilly-Weg (rotes Schrägkreuz auf weißem Feld) über Leuchtenberg und Vilseck und der Jakobsweg (weiße Muschel auf blauem Feld) über Schwandorf, beide nach Nürnberg.
Unser Nurtschweg führt erst nach Süden und dann nach Südosten. Er quert das Loisbachtal. Im Wald geht es schließlich aufwärts. Bei einem Wildgehege quert er die Straße nach Schönsee. Bei Lindau (Einkehr und Übernachtung sind möglich) erreicht er eine große Rodungsinsel und über die Gradelhöhe (744 m, aussichtsreich) Friedrichshäng (Einkehr!) an der Grenze.
Eine längere, aber abwechslungsreiche Waldstrecke, teilweise die Sautreibergasse, bringt den Wanderer über den Schillerberg zum Böhmerwald-Aussichtsturm auf dem Weingartenfels (894 m). Er überschreitet dort für ein paar Meter die europäische Hauptwasserscheide, bevor er die herrliche Aussicht vom Turm genießen kann. Die benachbarte Bügellohe erzählt die Geschichte 1946 von Aussiedlern aus der Nähe.
Unser Weg führt auf einem bewaldeten Höhenzug (mit Aussichten) weiter zum Reichenstein. (Die dortige Ruine darf nicht betreten werden). Dann geht es abwärts und durch das Schutzgebiet "Hochfels" (mit Felsgruppen aus steil aufgerichtetem Gneis) nach Stadlern.
Das wirtschaftliche Rückgrat der 700 Einwohner bildet die "Münchner-Medizin-Mechanik", die medizinische Geräte herstellt. Auch Fremde sieht man gern. Vor der Wallfahrtskirche im Ort steht eine künstlerisch bedeutsame Granitsäule aus dem 17. Jahrhundert. Waldreiche Umgebung sichert gute Luft und erholsame Stille. Für einen Ruhetag kann man auch einen Besuch jenseits der Grenze oder der Stadt Schönsee planen. Einkehr und Übernachtung sind möglich.
Der OWV-Zweigverein Stadlern betreut neben seinen Rundwegen auch den Nurtschweg und den aus Schönsee kommenden Karl-Krampol-Weg (gelb-rot-gelb vertikal markiert). Beide Wege treffen bei der Kirche zusammen. Der Wanderer unterscheide die beiden einander ähnlichen Markierungen. Beide Wege führen gemeinsam nach Süden hinaus. Wo der Nurtschweg die St 2159 kreuzt, verabschiedet sich der Karl-Krampol-Weg nach Schwarzach (links). Wir folgen dem Nurtschweg über eine Hochfläche. Im Wald abwärts kommen wir nach Charlottenthal (Einkehr ist möglich). Etwas unterhalb queren wir die Bayerische Schwarzach und steigen am Gegenhang im Wald auf. Oben gewinnen wir die freie Fläche von Steinlohe (Einkehr und Übernachtung sind möglich).
Ein kurzes Waldstück bringt uns nach Kleeberg mit herrlicher Aussicht nach Osten. Bei Kritzenthal queren wir die Cha 37, kommen bei Eglsee vorbei und nach Holzwies. Die Totenbretter beeindrucken. Ein Abstecher nach Spielberg ist möglich. Der Wald nimmt uns wieder auf. Teilweise benutzen wir einen interessanten alten mit Natursteinen befestigten Steig. Links kommen Wege von Grafenried herunter. An anderer Stelle kommt von rechts her eine Markierung mit blauem stilisiertem S auf weißem Feld. Ihr kann der Wanderer nach rechts folgen, wenn er den Goldsteig in Richtung Rötz begehen will. Nach links begleitet sie uns jetzt. - Wo der Wald aufhört erwartet uns ein überdachter Steg. Er führt über die Böhmische Schwarzach. Sie bildet den Zufluss zum Perlsee. Vom Steg aus hat man eine schöne Sicht auf das Biotop vom Zufluss und das auf der anderen Seite. Der weitere Weg führt uns teilweise hindurch. Über den Gegenhang erreichen wir einen Höhenzug und darauf das "Böhmerkreuz" bei einer Wegespinne mit Blick auf Waldmünchen. Links stehen die ersten Häuser der Stadt. Unser Nurtschweg endet oder beginnt hier.
Wanderer, die mit dem Nurtschweg hierher kommen, müssen sich jetzt entscheiden: Wollen sie in die Stadt, folgen sie am besten der Markierung mit dem grünen Dreieck (Hauptwanderlinie des Bayer. Waldvereins). Sie trägt ab hier den Fernwanderweg E 6 weiter. Wer aber den Goldsteig in Richtung Furth erreichen will, lässt sich am besten von der Markierung blaues S an der Stadt vorbei geleiten.
Waldmünchen ist schon seit 1256 Stadt. Stete Grenzlage hat ihr in der Geschichte viel Not und Elend gebracht. Aber die Stadt hat sich auch immer behauptet. Heute zählt sie über 7700 Einwohner. Im Sommer gibt es das nächtliche Festspiel "Trenck der Pandur". Die Bahn fährt mehrmals am Tag von Cham nach Waldmünchen und zurück. (Quelle OWV - mit freundlicher Genehmigung - KH)
 

Wanderkarten des Bayerischen Landesvermessungsamtes München: "Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, Östlicher Teil mit Stiftland/Böhmerwald", UK 50-15
Wanderkarten des Bayerischen Landesvermessungsamtes München: "Naturpark Oberpfälzer Wald", UK 50-20

Informationen:
Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald
Landkreis Schwandorf
Obertor 14
92507 Nabburg
Tel. 09433 203810

Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald
Landkreis Tirschenreuth
Mähringer Straße 7
95643 Tirschenreuth
Tel. 09631 88223

Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald
Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab
Stadtplatz 34
92660 Neustadt a. d. Waldnaab
Tel. 09602 791050
www.oberpfaelzerwald.de