Die Anliegen eines Wegemanagers

Wegweiser Goldsteig - Foto: Michael Körner
Wegweiser Goldsteig - Foto: Michael Körner

um nicht frei nach Goethe zu sagen: "die Leiden eines jungen Wegemanagers" ;-)

 

Auf ein Wort, heute zum Thema Wanderwegeinrichtungen:

Wanderwegmarkierungen sind das A und O von funktionierenden Wanderwegen. Sie sind das Instrumentarium für ein sicheres Geleit der ortsunkundigen Wanderer durch für sie unbekannte Wanderregionen. Markierungen verbinden erst sinnvoll die installierten Wegweiser miteinander. Sie setzen Zeichen. Und dies gilt nicht nur für prädikatisierte Fernwanderwege. Der Gast erfreut sich an schönen Markierungen und kann sich wohlfühlen. Er fühlt sich sicher. Damit es wie auf dem Goldsteig lückenlose, auf Sicht angebrachte Markierungen gibt, sind am Goldsteig alleine 60 Wegepaten ehrenamtlich tätig. Sie betreiben es als Hobby, Freude an der Natur, draußen an der frischen Waldluft sein zu können und sich unter anderem dadurch indirekt fit zu halten. Sie vollbringen eine wertvolle Dienstleistung welche dem Tourismus und den Einheimischen dient. Sie sorgen dafür, dass Gäste nicht orientierungslos und kräftezehrend umher irren, sich in Gebiete verirren, wo es für sie schwierig wird wieder heraus zu finden. Die Wegepaten sorgen für aktiven Naturschutz, sie installieren eine komfortable, gemalte Besucherlenkung. Und die Gäste können sich sicher sein, dass sie mitunter an den landschaftlich schönsten Stellen einer Region wieder sinnvoll herangeführt werden. Die Wanderer können die Regionen in Ruhe und mit Erholung genießen. Dafür gebührt allen Wegepaten und Wegewarten Dank! Als Wanderer ist einem meist nicht so bewußt wieviel Arbeit in der Unterhaltung von Wanderwegen steckt.

 


Ärgerlich wird die Sache dann, wenn Wanderwegeinrichtungen beschädigt, zerstört oder gar gestohlen werden. Leider tritt dieses Phänomen immer wieder auf. Dies macht viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit zunichte und nicht nur dies, fehlende Markierungen oder Wegweiser sorgen für Lücken im Netz und daher auch für Unsicherheiten bei den Wanderern. Dies darf nicht sein. Ein orientierungsloser Gast irrt länger ungewollt in einem Waldstück umher als unbedingt notwendig und bringt ihn um sein Natur- und Wandererlebnis. Er kann nicht entspannen und sich erholen.
Deshalb meine Bitte: achten wir gemeinsam auf Wanderwegeinrichtungen, erhalten sie und halten sie in Ordnung. Es ist kein Scherz wenn man eingreift und absichtlich Wegweiser verdreht.
Alle Wanderer werden es Euch, uns und unseren Wegepaten danken. Wanderwege sind die Visitenkarten der Regionen. Der erste Eindruck zählt.
Herzlichen Dank für das Verständnis.

 

 

Wissenswertes und nützliche Links für Radfahrer und Mountainbiker:

Zum Thema  Radfahren im Wald gibt es sehr gute Informationen auf den Seiten der Bayerischen Forstverwaltung: Erholung und Freizeit im Wald

 

Informationen zum  Radfahren im Nationalpark Bayerischer Wald findet Ihr hier:  Radfahren im Nationalpark