Der Goldsteig - das Wandermagazin

"Der Goldsteig - das Wandermagazin" kann kostenlos beim Tourismusverband Ostbayern e.V. bestellt werden.

An dieser Stelle gebe ich Ihnen einen Überblick über bereits erschienene Ausgaben und exklusiv veröffentliche ich hier nochmals zum Nachlesen, mein jeweiliges Editorial. Viel Spaß beim Lesen!

 

Am Großen Falkenstein - Nationalpark Bayerischer Wald, Foto: Michael Körner
Am Großen Falkenstein - Nationalpark Bayerischer Wald, Foto: Michael Körner

Ausgabe Frühjahr / Sommer - April bis Juli 2016

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

wenn man von einer Wanderreise zurückkehrt, so bleiben viele Begegnungen, Erlebnisse, aber auch Lieder in Erinnerung. So erging es mir zuletzt, als wir in Lissabon, mitten in der Nacht, nach einer 10tägigen Wanderreise, mit dem Taxi zum Flughafen fuhren. Im Radio spielte ein portugiesisches Lied der Gruppe Humanos mit dem Titel „Muda de Vida“, frei übersetzt „Veränderungen des Lebens“. Dies war für mich ein sehr intensives, emotionales Erlebnis, bei dem ich mich wieder einmal fragte, ist es Zufall oder Fügung?

Nichts kann man auf Wanderwegen mehr beobachten als den stetigen Wandel, die Veränderung. Sie finden immer und allgegenwärtig statt. Keine Wanderung ist wie die andere. Wanderungen sind und bleiben Unikate, sie sind einmalig. Sie sind in der erlebten Form nicht wiederhol- oder reproduzierbar. Auch die Wege unterliegen ständigem Wandel. Tag ein Tag aus, Jahr ein Jahr aus. Dem nachzuspüren, ist unter anderem ein Grund, warum es uns immer wieder auf die Wanderwege zieht, und diese uns auf geheimnisvolle Weise faszinieren. Auf der Suche nach dem wahren Leben.

Als Wegemanager von Deutschlands längsten prädikatisiertem  Fernwanderweg kann ich dies nun schon über vierzig Jahreszeitenwechsel beobachten. Unser Weg entwickelt sich weiter, er reift. Wie ein guter Wein wird er von Jahr zu Jahr besser, in jeglicher Hinsicht. Aber wie bei einem guten Weinjahrgang, geht dies nicht ohne natürliche Pflege, Hege und Sachverstand. Wie ein Wein entwickelt jeder Wanderweg seinen Charakter. Er wird geprägt von den Menschen und der Region durch die er führt. Um einem Prädikat gerecht zu werden und um kontinuierlich einen guten Jahrgang produzieren zu können ist stetige Kontrolle der Qualität zu jeder Zeit notwendig. Der „Kellermeister und die guten Kellergeister“ dürfen nie locker lassen.

Auf einer Wanderung kann man dann dem Espirit eines Weges nachspüren. Auf Schritt und Tritt entfaltet sich der Geist des Pfades.

Will man Land und Leute einer Region kennenlernen, so sollte man sich Zeit nehmen. Fernwanderwege stellen ideale Leitfäden dar, an welchen man hervorragend entlang reisen kann.  Nicht jeder Abschnitt muss zu Fuß getan werden, überwinden Sie doch auch mal ein Stück mit dem Zug, Bus oder Boot. Die große Kunst des Wanderns steckt oftmals in der Reduktion und einem konzentrierten Mix aus der Vielfalt und den Möglichkeiten. Entschleunigung bleibt ein Schlagwort unserer Zeit. Zu sich kommen, wach und nicht gehetzt einen kleinen Abschnitt zu erleben und zu erforschen, kann viel in einem bewegen und verändern. Es gilt nicht „immer höher immer weiter“, sondern sensibel und einfühlsam dem Abenteuer nachzuspüren. Einmal länger an einem Ort oder einer Stelle zu verweilen, nicht rastlos zu eilen. Das Warten auf einen Bus als Muße zu sehen, nicht genervt zu sein, den Moment zu schätzen, die Zeit zu haben, beobachten zu können, was um einen geschieht. Mit offenen Augen seinem Reiseweg zu folgen.

Und das portugiesische „muda de vida“ wird zu dem spanischen „viva la vida“ – lebe das Leben und genieße es. Dies kann man auf Wanderungen besonders gut.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Wandersommer. Bleiben Sie aktiv und damit auch gesund!


Goldsteig wandern - I love Goldsteig - Rucksack mit Karte und Etappenführer - Foto: Michael Körner
Goldsteig wandern - I love Goldsteig - Rucksack mit Karte und Etappenführer - Foto: Michael Körner

Ausgabe Winter, Dez. - März 2016

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,


die Jahre ziehen nur so ins Land, ein weiteres Wanderjahr neigt sich bereits wieder dem Ende zu, und nach einem der heißesten Sommer seit 2003, hoffen wir natürlich nun auf einen gemäßigten, schönen weißen Winter für die gesamte Goldsteig-Wanderregion.

Eines der faszinierensten Dinge ist, Wanderwege im Wechsel der Jahreszeiten erleben zu können. Jeder Weg entfaltet dabei seine ganz spezielle Aura und seinen Charme. Schön ist, dass wir den Zyklus des Lebens immer und immer wieder erleben dürfen. Vom Frühjahr, wie alles Leben erwacht und erblüht, über den Sommer alle Früchte reif werden und im Herbst sich langsam alles in eine Palette von gelb, orange bis in dunkelrote Töne färbt. Der erste Schnee bringt schließlich eine gewisse Ruhe mit sich, alles was sich vom Frühjahr über den Sommer beschleunigt hat, verlangsamt sich über den Winter, um Kräfte zu schöpfen für eine neue, geballte Ladung an Leben.

Gerade Langstreckenwanderer nehmen diese Veränderungen in der Natur sehr bewusst wahr. Sie
wandern mit all ihren Sinnen und beobachten sehr genau was in der Natur, um sie herum passiert. Wussten Sie aber auch, dass man Wanderwege hören und akustisch erleben kann? Achten Sie einmal bei einer Ihrer nächsten Touren, was Sie nicht alles hören können. Stellen wir uns einmal vor, der Tag beginnt mit den Kirchenglocken am Morgen. Die Vögel zwitschern im Frühjahr am lautesten, die Geräusche der Stadt lassen wir hinter uns, Kühe, Schafe, Ziegen hören wir, wir gelangen zum plätschernden Bach, das Laub raschelt unter unseren Füßen, der Wind bewegt die Äste der Bäume und unter unserem Schritt brechen dürre Zweige, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dies nun gepaart mit Düften und dem Fühlen und Schmecken macht Wanderungen zu einem der eindringlichsten aktiven Erlebnisse, die man sich nur vorstellen kann. Und wenn im Winter alles etwas stiller wird, dann kann es besonders schön sein.

Stille ist in unserer Gesellschaft und Umwelt ein hohes Gut, welches oft zu leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Es gibt nicht nur Umweltverschmutzung, leider wird es in unserem Umfeld immer schwieriger Orte der Stille zu finden. Wir sprechen von Lärmbelästigung. Immer mehr davon sind wir gewillt unbewusst zu akzeptieren. Städte machen es uns besonders schwer, selbst am Land hört man in den seltensten Fällen gar nichts. Entdecken Sie also auf Ihren ausgedehnten Wanderungen die Stille und genießen Sie in der nun kommenden „staaden Zeit“ diese Wellness-Oasen für die Ohren. Sie können uns Kraft und Ruhe schenken und geben uns durch Meditation und Besinnung zurück, was wir über manch hektische und laute Zeit verloren haben.

Zu den stillsten Orten in unserer Gesellschaft gehören sicher  Museen, sowie Kirchen  und wir finden sie auch auf unseren Wanderungen in der Natur. Deshalb wünsche ich Ihnen für die bevorstehenden Feiertage, zum Ausklang des Jahres und auf all Ihren Touren, dass Sie viele schöne Orte der Stille in unserer Goldsteig-Wanderregion finden werden. Entdecken Sie die „Räume der Stille“ und genießen Sie sie. Hören Sie einmal in die Stille, nirgends kann man mehr lauschen und hören als in ihr.


Bleiben Sie aktiv und damit auch gesund!


Goldsteig-Pfade - Foto: Michael Körner
Goldsteig-Pfade - Foto: Michael Körner

Ausgabe Winter, Dez. - März 2015

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,


vor kurzem las ich ein Zitat, das lautete „Am schwersten ist der Weg zwischen den Wegweisern zu finden“. In dem philosophischen Zusammenhang wie es genutzt wurde, ist es sehr tiefgründig zu verstehen. Nicht, dass die Wege schlecht markiert wären,  nein, hin und wieder wird einem der Weg aufgezeigt und ein Leitfaden gereicht. Zwischen den Wegweisern jedoch muss und sollte man hinterfragen: „Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Sollte ich nicht lieber eine andere Richtung einschlagen? Ist es nicht besser vielleicht einen Umweg in Kauf zu nehmen?“
Sie sehen, wandern hat immer etwas mit Philosophie zu tun. Auf Langstreckenwanderungen bekommt man den Kopf frei, was in dieser Form eine Tagestour nicht bieten kann. Je länger eine Tour wird, desto mehr gelingt es uns, im wahrsten Sinne des Wortes, Abstand zu bekommen. Abstand nicht nur von zu Hause, Abstand auch von Dingen, welche uns schwierig erschienen, dann aber plötzlich „nichtig und klein“, wie Reinhard Mey es in „Über den Wolken“ besingt, vorkommen.
Mey meint,  über den Wolken müsse die Freiheit wohl grenzenlos sein. Ich erlebe auf unseren Fernwanderungen stets, dass auch beim Wandern die Freiheit unmittelbar ohne Grenzen und am intensivsten zu spüren ist.
Begegnung und Gastfreundschaft, Freiheit und Frieden sind zwei hohe Güter, welche sich unsere Gesellschaft erwirkt hat und diese auch schützen und erhalten muss. Zwei Werte, welche, wie wir wissen, nicht selbstverständlich sind. Wenn wir wandern, frei über Grenzen hinweg - was ebenfalls nicht selbstverständlich ist - in ferne Länder, so können wir Menschen begegnen, auf dem Land, in den Städten, in den Bergen und an den Flüssen. Fremde werden zu Freunden. Wandern heißt auch sich begegnen. Wandern heißt Gastfreundschaft erleben, jedoch auch nicht immer nur nehmen, sondern auch geben. Wandern in Europa heißt, Frieden pflegen und erhalten.
„Bis zum Horizont und noch viel weiter“, ebenfalls ein Wandermotto, welchem wir stets folgen könnten. Wandern ist kostenlos, wir müssen keinen Wegezoll bezahlen. Wir kommen auf all den Wegen dieser Welt, zu Fuß in jeden Winkel dieser Erde. Packen Sie ihren Rucksack, machen Sie sich auf, nehmen Sie sich die Zeit, streben Sie einem Wunschziel entgegen und seien Sie offen, für die Erlebnisse und Begegnungen, welche auf Sie warten.
Unsere mehr oder weniger langen Fernwanderwege in Ostbayern bieten immer eine Gelegenheit, sich auf den einen oder anderen Weg zu machen. Von Nord nach Süd, von Ost nach West, wie auch immer. Lernen Sie Land und Leute, Traditionen und Kulturschätze kennen, betrachten Sie sie einmal aus einem anderen Blickwinkel. Lieber im Schritttempo durch ein Land wandern, als mit dem Auto auf einer Autobahnen zu stehen. Es gibt viel zu entdecken.
Freiheit und Frieden stecken in einem Rucksack. Und Sie werden sehen, Sie werden immer Ihren Weg zwischen den Wegweisern finden. Und sollte es einmal nicht ganz so leicht sein, dann orientieren Sie sich einfach neu. Ein Verlaufen gibt es nicht.

Diese Wandersaison ist schnell vergangen.  Schon zieht der Winter langsam über das Land. Schauen wir einmal, wie er  heuer ausfallen wird. Aber auch die winterliche Mittelgebirgslandschaft am Goldsteig hat viel für Wanderer zu bieten. Hinterlassen Sie Ihre Spuren, damit andere Ihnen folgen können.

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Jahresausklang, einen friedvollen Start ins das neue Jahr. Bleiben Sie aktiv und damit auch gesund!


Mit wanderfreundlichen Grüßen Ihr Mr. Goldsteig


In der 8 1000er Tour von Eck zum Großen Arber - Foto: Michael Körner
In der 8 1000er Tour von Eck zum Großen Arber - Foto: Michael Körner

Ausgabe Sommer / Winter, August  bis November ´14

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,


schlendern, spazieren, fernwandern, pilgern, bergwandern …


wandern, egal in welcher Intensität, boomt. Mehr und mehr Menschen machen sich auf, neue Wege zu finden und ihre eigenen Wege zu gehen. Unterschiedlichste Gruppen und Menschen sind auf nationalen und internationalen Kurztouren, Tages- oder Fernwanderungen unterwegs. Wandern will gelernt sein. Unter den vielfältigsten Angeboten den richtigen Weg für sich und seine Bedürfnisse zu finden, ist oft nicht leicht. Damit die Tour zum Erfolg und nicht zur einer Enttäuschung wird, ist es unerlässlich, sich gut auf die Wanderung vorzubereiten und sie zu planen. Umfangreiche und qualitativ hochwertige Informationen können dabei helfen.

Der Goldsteig bietet Ihnen viele Informationswege: Vielleicht kennen Sie bereits unsere Internetseite www.goldsteig-wandern.de. Prospekte, die kostenlose Übersichtskarte und den Etappenführer erhalten Sie bei unserem Gästeservice. Sowohl über einen Besuch, als auch über viele neue Fans auf unserer facebook-Seite www.facebook.com/Goldsteig-wandern, freuen wir uns natürlich auch immer.

Lassen Sie sich inspirieren!
Holen Sie sich Ideen und Anregungen und machen Sie sich auf zu einer kurzen oder längeren Wanderung. Gehen Sie mal wieder auf Tour und lassen Sie sich, durch die Natur auf andere Gedanken bringen. Spüren Sie auf dem Goldsteig, der Natur nach und gehen Sie mit allen Sinnen wandern, erleben Sie die Natur ganz bewusst. Riechen, hören, sehen, schmecken. Morgens dem Vogelkonzert lauschen, mittags die warme, harzige Waldluft riechen, abends die Farben des Sonnenuntergangs beobachten. Sehen Sie wie die Wolken ziehen, horchen Sie nach dem Wind und dem Rauschen der Bäume, fühlen Sie das Wasser des Baches und vergessen Sie dabei den Alltag.

Es gibt wahrlich nichts Schöneres, als dem Verkehrslärm, den Zivilisationskrankheiten und dem Berufsleben zu entfliehen. Abzuschalten, ohne Auto, sich nur mit einem Rucksack auf den Weg zu machen und sich mit dem Wesentlichen zufriedengeben. Um am Ende des Tages zu wissen, es war toll, man braucht nicht viel um glücklich zu sein und man hat wieder etwas für seine Ausgeglichenheit und Gesundheit getan.

Damit Sie Natur und Wanderwege nutzen und erleben können, wird im Hintergrund viel geleistet. Wanderwege, wie der Goldsteig erfordern ständige Betreuung. Dafür stehen viele Partner und Wegepaten einem Weg zur Seite.

Wanderwegmarkierungen sind das A und O einer funktionierenden Wandertour. Sie sind das Instrumentarium, ortsunkundige Wanderer durch eine, für sie unbekannte Wanderregionen zu lotsen. Die Markierungen verbinden die installierten Wegweiser miteinander. Sie setzen Zeichen und geben Sicherheit. Damit es, wie auf dem Goldsteig, lückenlose, auf Sicht angebrachte Markierungen gibt, sind am Goldsteig alleine 60 Wegepaten ehrenamtlich tätig. Die Wegemarkierung ist ihr Hobby, die Natur ihre Freude. Sie schätzen es, draußen an der frischen Waldluft zu sein, und sich als positiven Nebeneffekt der regelmäßigen Wegedurchsicht fit zu halten. Sie vollbringen eine wertvolle Dienstleistung, welche den Urlaubern und den Einheimischen dient. Sie sorgen dafür, dass unsere Gäste nicht orientierungslos und kräftezehrend umher irren oder sich in Gebiete verlaufen, wo es für sie schwierig wird wieder heraus zu finden. Die Wegepaten sorgen mit einer zuverlässigen Wegemarkierung für aktiven Naturschutz, sie installieren eine komfortable Besucherlenkung. Und die Gäste können sich sicher sein, dass sie mitunter an den landschaftlich schönsten Stellen einer Region sinnvoll herangeführt werden. Die Wanderer können die Regionen in Ruhe und mit Erholung genießen. Dafür gebührt allen Partnern, Gemeinden, Wegepaten und Wegewarten Dank.

Ich wünsche Ihnen schöne und entspannte Stunden auf dem Goldsteig und verbleibe mit wanderfreundlichen Grüßen.



Gipfel Schwarzeck - Foto: Michael Körner
Gipfel Schwarzeck - Foto: Michael Körner

Ausgabe Frühling / Sommer - April bis Juli ´14
Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,


es  freut mich sehr, Sie  wieder auf unserem Goldsteig begrüßen zu dürfen. Schön, dass Sie sich neuerlich aufmachen zu erlebnisreichen Wanderungen.
Die vergangenen Jahre ist unser Goldsteig weiter gereift, er hat sich etabliert, stabilisiert und einen ausgezeichneten Ruf erworben. Im Vordergrund stehen stets die 660 Kilometer, gelb/weiß markierten Etappen der Haupttrassen, heute jedoch möchte ich Ihren Blick auf die rund 750 km blau/weiß markierten Zuwege, Alternativen und Runden lenken.
In den Alternativen und Runden verstecken sich zahlreiche Schätze, welche sich lohnen, entdeckt zu werden. Wer bereits Nord- und Südroute komplett erwandert hat, dem bieten sich in den mit blauem „S“ markierten Strecken umfangreiche, spannende Entdeckertouren. Unsere Gäste können sich konzentriert nochmals in die Regionen begeben, die ihnen bereits auf ihrer Wanderung durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald besonders gut gefallen haben.
Wenn Sie auf die Goldsteig-Karte sehen, wird Ihnen auffallen, dass sich das gesamte Konzept wie eine Leiter von Nord nach Süd erstreckt. Rund um jeden Landkreissitz ist es möglich, in mehr oder weniger vielen Tagen zu wandern. Die Variationen sind so vielfältig, dass dies Stoff für ein weiteres Goldsteig-Buch wäre.
In Kombination mit  dem ebenfalls zertifizierten Qualitätsweg Nurtschweg (von Waldsassen bis Waldmünchen) ergeben sich weitere vielfältige Wandertage im wanderbaren Ostbayern.
Besonders freuen mich beispielsweise, die im Bayerischen Wald eingerichteten Verbindungen vom Süden des Goldsteiges zur Nordroute. Eine Route verbindet den Gipfel des Pröllers mit dem Großen Arber und über eine zweite Verbindung gelangen Sie vom Ilztal über Ringelai durch die Buchbergerleite bis zum Gipfel des Haidel im Norden. Beide Male können Sie weiter nach Süden, oder aber auch nach Norden wandern. Entscheiden Sie sich, eine Region im oder gegen den Uhrzeigersinn zu erwandern, immer wieder kehren Sie nach einigen Tagen zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Runden um Cham, Regen und Freyung sind bequem möglich, ebenso wie um die Städte Tirschenreuth und Neustadt a. d. Waldnaab. Zuwege bringen unsere Gäste von Weiden, Nabburg und den vielen anderen Strecken auf unseren Goldsteig. Sie sehen, es warten weitere Wanderabenteuer auf Sie und ich kann Ihnen versprechen Oberpfälzer Wald und Bayerischer Wald werden Sie weiter faszinieren und in Ihren Bann ziehen.
Auch heuer können Sie im Goldsteig-Land erneut unzählige Veranstaltungen  besuchen. Vom Festspiel bis zum Wanderevent, vom Kulturevent bis zum Musikfestival, der Veranstaltungskalender bietet alles, was Sie rund um Ihre Wanderungen noch gerne besuchen möchten und Ihr Herz begehrt. Auf zwei ganz besondere Veranstaltungen möchte ich gleich noch aufmerksam machen. Zum zweiten Mal werden heuer die „24 Stunden von Bayern“ (http://www.bayern.by/24-stunden-von-bayern)  am Goldsteig stattfinden, diesmal rund um das Ilztal und  ab 27. September wird es einen internationalen Ultralauf geben. In 192 Stunden wollen die Teilnehmer unseren gesamten Goldsteig erlaufen. Eine für mich unvorstellbar, spektakuläre Sache. Wir können gespannt sein. Wie immer finden Sie zu den Veranstaltungen und Routen die Detailinfos auf unserer umfangreichen Homepage (www.goldsteig-wandern.de).Bewegung ist gesund und egal wie Sie sich auf unserem Goldsteig bewegen, spazieren gehen, wandern oder laufen, ich wünsche Ihnen viel Freude und Spaß dabei. Bleiben Sie gesund und unserem Goldsteig Freund oder Freundin.

 


Ausgabe Winter - Dezember ´13 bis März ´14

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

schon wieder neigt sich ein abwechslungsreiches Wanderjahr viel zu schnell dem Ende zu. Der Winter steht vor der Tür und die Tage sind erheblich kürzer. Ich hoffe Sie konnten die wunderbaren Tage des Jahres mit spannenden Wanderungen auf unserem Goldsteig verbringen. Jahreswechsel helfen uns zurück zu blicken, aber auch nach vorne zu sehen. Diese Zeit nutzen viele, um ihre Erlebnisse aufzuarbeiten, die zahlreich aufgenommenen Bilder in kunstvolle Fotobücher zu verwandeln, in Erinnerungen zu schwelgen, wie schön doch die Touren waren und in Vorfreude auf das nächste Jahr bereits neue Planungen anzugehen. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen auch gleich eine wundervolle Idee, nahestehenden Wegbegleitern, von einer der letzten gemeinsamen Touren ein kleines Fotobuch, zu Weihnachten als Geschenk zu machen.
Für unseren Goldsteig war es ein sehr gutes Jahr. Zum Jahresende bedanke ich mich heute einmal bei unseren lieben Gästen für Ihre netten Briefe und E-.mails, für ihre Fotos und Rückmeldungen zu ihren Wanderungen auf unserem Goldsteig. Ich freue mich immer sehr, von ihren Erlebnissen und Begegnungen lesen zu können. Viele Gäste bleiben mir in Erinnerung, wie z. B. ein ganz herzliches Ehepaar aus Berlin (zusammen 150 Lebensjahre), welche am 29. Mai in Marktredwitz starteten, trotz widrigster Wetterverhältnisse ihre Tour von Marktredwitz bis Passau unternahmen und mir anschließend einen glücklich und zufriedenen  Brief mit Bildern und einem Gedicht sandten. Für uns ist es schön, zu hören, dass unser Goldsteig sie alle trägt und bewegt. „Danke für  Ihr Feedback, es soll uns allen auch immer wieder Motivation sein, unser Qualitätsversprechen zu halten und weiter zu optimieren.“
Ein einmaliges Gemeinschaftserlebnis war zu Beginn unseres Wanderjahres die Auslieferung unserer ganz neuen Möbellinie (von der Sonnenliege bis zum Unterstand). Gemeinsam mit der Fa. Holz & Farbe, Michael Ferstl, bewältigten wir spannende Tage. Reibungslos platzierten wir von Woche zu  Woche  Stück für Stück. Von 40 Infotafeln bis zu Bänken  alles wurde da aufgestellt, wo es  vorgesehen war. Auch hier blieben die Erlebnisse unvergessen, wie z. B. das Aufstellen eines Unterstandes direkt am Goldsteig, nur über enge Waldwege zu erreichen, oberhalb der Stadt Furth im Wald.
Der Goldsteig wurde 2013 weiterhin mit Zuwegen ausgebaut. Mitte Mai weihten wir im Landkreis Freyung/Grafenau eine langersehnte, wichtige Querverbindung vom Ilztal in die Nordroute über Ringelai und Freyung nach Hinterschmiding ein. Diese vervollständigt unser Goldsteig-Konzept in idealer Weise. Glücklich konnten wir auch den zertifizierten Nurtschweg als Alternativroute in unser Programm aufnehmen. Wenn man heute auf die Goldsteig-Karte blickt, so erkennt man sehr gut, dass sich unser Goldsteig sehr feingliedrig zeigt und man rund um die Landkreissitze in Verbindung mit allen Zuwegen und Verbindungen in abwechslungsreichen Runden wandern kann. Unser Goldsteig präsentiert sich hier von seiner „abgerundetsten“ Seite. Immer wieder kehrt der Wanderer an seinen Ausgangspunkt zurück. Ideal geeignet für Kurztrips und verlängerte Wochenendtouren.
Ja,  und nicht zuletzt  stellt die dritte Zertifizierung unseres Goldsteigs durch den Deutschen Wanderverband einen der wichtigsten Meilensteine 2013 dar. Pünktlich zur Wandermesse Tour Natur in Düsseldorf konnten wir das  Zertifikat entgegennehmen. Die zum Teil enormen Anstrengungen und vielfältigen Arbeiten im Vorfeld aller Partner, Gemeinden und Wegepaten  wurden durch das Zertifikat zum „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ für die nächsten drei Jahre belohnt. Daher möchte ich mich persönlich nochmals bei allen Beteiligten ganz herzlich bedanken. Ohne Sie wäre unser Goldsteig heute nicht mehr vorstellbar und auch machbar. Ein Zertifikat ist aber zugleich auch ein Versprechen an unsere Gäste und dies sollten wir immer auch bemüht sein, nach bestem Können zu halten.
Ein Wanderjahr bietet soviel Begegnungen, Erlebnisse und Eindrücke, welche ich an dieser Stelle gar nicht alle erwähnen kann. Somit bleibt mir für heute nur wieder, Ihnen allen eine gute Zeit zu wünschen, frohe Festtage einen guten Start in das neue Jahr und wir würden uns freuen, wenn wir Sie auch 2014 wieder auf unserem Goldsteig zu neuen Wanderabenteuern begrüßen dürfen. Bleiben Sie gesund und leben Sie Ihren Wandertraum.

 


Ausgabe Sommer - Herbst / August bis November 2013

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,


auch wenn der Winter heuer lange gedauert hat, das Frühjahr lange auf sich warten ließ, so haben wir doch früh mit unseren Arbeiten auf dem Goldsteig begonnen.  Selbst als der Schnee noch lag, waren wir für Sie bereits unterwegs um neue Wegweiser zu installieren und neue Wege zu markieren. Wenn wir uns den gesamten Goldsteig als ein richtig schönes Haus vorstellen, so könnte man sagen, wir haben regelrechten Frühjahrsputz gemacht. Dies ist bei einem 660 (km) Zimmer-Haus nicht ganz einfach. Der Winter hat seine Spuren hinterlassen und diese wollen beseitigt sein. Aber alles putzen und reparieren hilft nicht langfristig, wenn im Anschluss daran, alle die Einrichtungen nutzen, kommen und gehen eine Party veranstalten und vielleicht gerade noch das Tafelgeschirr im Schrank unversehrt bleibt. Das Putzen muss von Neuem beginnen. Und damit man Wert und Qualität eines Hauses erhält, muss man auch immer daran arbeiten und dranbleiben. Aber so ist das Leben, man soll  die Feste feiern wie sie fallen, auch wenn anschließend ein Kater zu kurieren ist. So geht es auf und ab wie auf unserem Goldsteig, durch Höhen und Tiefen, über Berge und durch Täler. Dies macht jedoch das Leben abwechslungsreich sowie Wanderwege interessant und vielseitig.  Schön ist es vor allem dann, wenn Partygäste hinterher sagen, das war eine tolle Party – wann feiern wir wieder?  So wird einem bestätigt, dass man alles richtig gemacht hat. Wir konnten Gäste begeistern, Menschen mitreißen, vielleicht sogar motivieren selbst einmal etwas Ähnliches zu machen.
Schön ist es auch wie bei einem Potluck, wenn jeder der Gäste etwas Eigenes mitgebracht hat und jeder einen Beitrag, zum Gelingen einer gemeinsamen Sache, dazu leistet.  Essen und Trinken hält die Seele beisammen – übergreifendes Engagement für einen Wanderweg und das gemeinsame Zupacken und Arbeiten daran, jeder übernimmt für das Produkt etwas Verantwortung und bringt etwas ein, stärkt den Weg, damit sich unsere Gäste darauf auch wirklich wohlfühlen. Und so will ich sagen, Wanderwege tragen einen sehr wesentlichen Beitrag zur Kultur einer Region bei. Sie tragen unsere Wanderer durch den Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald. Sie können pulsieren, stellen die lebenswichtigen Adern für unsere Erholung suchenden, gesundheitsbewussten Gäste dar. Daher ist es unser aller Aufgabe, und dabei schließe ich alle touristischen Protagonisten ein, auf einen gesunden Erhalt aller Dinge am und um eine Wanderregion zu achten. Natur  zu schützen, Pfade zu erhalten, Hege und Pflege zu gewährleisten, bisher Erreichtes und Gewachsenes zu erhalten, weitere Maßnahmen zu unterstützen, die Dinge fit für eine gesunde Zukunft zu trimmen und sollte es einmal doch nötig sein, dann eine erforderliche, notwendige Medizin auch zur Verfügung zu stellen. Und hin und wieder langt eben dann auch nicht der Hausarzt, sprich Wegepaten und Wegemanager, sondern dann können auch Spezialisten, wie Bürgermeister und ihre Gemeinderatsgremien gefordert und nachgefragt sein.
Um aber wieder auf unser Bild von einem Haus zurück zu kommen. Dies wurde von vielen spezialisierten Handwerkern erbaut. Nicht nur ein Handwerker konnte alles bewerkstelligen. Alle arbeiteten Hand in Hand, dass es ein schönes Haus wurde. Damit sich unsere Wanderer weiterhin wohlfühlen und erholen können, müssen wir uns weiter anstrengen, das gesunde Klima im Haus zu erhalten und auch die Möglichkeiten weiter ausschöpfen. Da Vielfältigkeit und nicht Einfältigkeit die Lebensqualität erhöhen, wäre es schön, wenn sich immer mehr an der attraktiven Goldsteig-Villa beteiligen und weiterhin Farbe und Tapete einbringen. Zu jeder Villa gehört auch ein schöner Garten. Gärtner achten darauf, dass dieser sich prächtig präsentiert und zum Gefallen und zur Entspannung seiner Besitzer, Gäste und Besucher beiträgt. Jeder gestaltet sein Haus und seine Umgebung so schön, dass er sich gerne darin aufhält und lebt.
In diesem Sinne wünsche ich erneut unseren Wanderern einen schönen Sommerausklang und viele farbenfrohe Wanderungen im Herbst durch alle „Zimmer“ unseres Goldsteiges, welche bisher schon so erlebenswert und schön von unseren engagiertesten Machern am Weg gestaltet wurden. Entdecken Sie Ihren Goldsteig. Und lassen Sie uns hin und wieder einfach wissen, welche Räume ihnen am besten gefallen haben.

 


Fotomotive wohin man auch blickt - Foto: G. Körner
Fotomotive wohin man auch blickt - Foto: G. Körner

Ausgabe Frühling - Sommer / April bis Juli 2013

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

2013 schreitet der Goldsteig bereits in sein 6. „Lebensjahr“.  Damit aus einer Idee und einem Plan ein lebendiger Wanderweg wurde, hat sich über die Jahre viel getan und wurde viel bewegt. Für den Goldsteig stellt die Wandersaison 2013 erneut ein besonderes Wanderjahr dar. Denn alle drei Jahre muss sich der Goldsteig einer kritischen Überprüfung als Qualitätsweg stellen.  Seit der letzten Nachzertifizierung durch den Deutschen Wanderverband sind diese drei Jahre bereits wieder vergangen, so dass heuer im Spätfrühjahr eine neuerliche Begehung des Weges durch eine Fachkommission erfolgt. Um auch weiterhin den Titel als längster zertifizierter Qualitätsweg Deutschlands tragen zu dürfen, fallen in den nächsten Wochen und Monaten viele Stunden hauptamtlicher Tätigkeit an. Doch noch viel wichtiger sind die ehrenamtlichen Arbeitsstunden und Tätigkeiten, um die Qualitätssicherung auf 660 Kilometern Haupttrasse sichern und gewährleisten zu können. Dazu sind die Paten- und Partnerschaften am und um unseren Goldsteig notwendig.

Gerne erwähne und betone ich dies in unserer Frühjahrsausgabe, da unter dem Motto „Zeichen setzen“ der Deutsche Wanderverband heuer sein 130 jähriges Jubiläum feiert. In großem, wie in besonderem Maße würdigt er dies ein Jahr lang bundesweit, damit das Ehrenamt rund um das Markieren und Pflegen von Wanderwegen noch stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt.

Bei uns am Goldsteig kümmern sich rund 60 offizielle Wegepaten (nicht eingerechnet
ihre vielen zusätzlichen freiwilligen Helfer) das ganze Jahr um unseren Wanderweg. Der Wanderverband benennt im Durchschnitt 17,5 ehrenamtliche Stunden im Jahr pro Wegepaten. Das sind zwei Arbeitstage pro Pate. Ich weiß, dass dies im Falle Goldsteig oft nicht reicht. Unsere Paten sind mehr als dies unterwegs und pflegen und hegen, kontrollieren, melden, schneiden aus und markieren stets die Haupttrasse und ihre Nebenwege. Ohne deren Arbeit, welche auch mit allen anderen Partnern einhergeht, wäre ein Wanderweg wie unser Goldsteig nicht zu tragen und zu stemmen. In Abstimmung mit Naturschutzorganisationen und Forstbehörden werden Wanderwege markiert. Dies trägt vor allem auch zu einer sicheren Besucherlenkung bei.

Wenn Sie von Marktredwitz nach Passau wandern, dann durchqueren Sie auf ihrem Weg fünf Naturparke und den Nationalpark Bayerischer Wald. Auch diese Institutionen sind für den Goldsteig wichtige Partner. Einige von ihnen tragen zur weiteren Bestückung durch eigene Wegweiser-Systeme bei, welche die Wanderer sicher durch das Gebiet leiten. Ebenso unterstützen gut 100 Gemeinden und Kommunen am Goldsteig den Weg.  Zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur werden im Rahmen eines Leader-Kooperationsprojektes Goldsteig im Jahr 2013 neue Bänke, Rastplätze, Unterstände und Infotafeln eingerichtet. Zahlreiche Gemeinden beteiligen sich daran.

Damit der Goldsteig von Jahr zu Jahr für unsere Gäste, Fernwanderer  und einheimischen Tageswanderer noch schöner wird, tut sich ständig etwas am Weg.  Der Goldsteig wächst auch dieses Jahr um ein beachtliches Stück. Wir schätzen uns glücklich, dass der Nurtschweg, von Waldsassen bis nach Waldmünchen, ebenfalls als Qualitätsweg zertifiziert wurde und als Alternativeroute in das Goldsteig-Konzept eingearbeitet wird. Ergänzt wird der Goldsteig im zweiten Quartal 2013, um eine neue Nord-Süd-Verbindung im Gebiet um den Haidel-Gipfel über Freyung bis in das Ilztal auf der Südroute. Beide blau/weiß markierten Routen machen den Goldsteig noch erlebnis- und variantenreicher.

Es lohnt sich, immer wieder zurückzukehren, um Neues zu entdecken. Keine Wanderung ist wie die andere, Wanderungen, die man einmal gemacht hat lassen sich in ihren Erlebnissen und Eindrücken nicht wiederholen. Jede Wanderung stellt eine neue Erfahrung dar. Alle Strecken laden Sie zu allen Jahreszeiten erneut ein, um zu entspannen, regenerieren und Kraft zu schöpfen. Unsere Wegepaten werden für 40 Millionen Wanderer, die es hierzulande gibt weiter bemüht sein „Zeichen zu setzen“. Dafür sei Ihnen allen, bei dieser Gelegenheit, für Ihr Engagement gedankt.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Wandersaison 2013 und viele schöne, erlebnisreiche Stunden auf dem Goldsteig und seinen zahlreichen Varianten.

 


Blick zum Einödriegel - Foto: Michael Körner
Blick zum Einödriegel - Foto: Michael Körner

Ausgabe Frühling - Sommer / April bis Juli 2012

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde,
liebe Leser,


Jede Zeit hat ihre Geschichte und ihre Geschichten. In den 60ern begann sich das Thema Science Fiction mit ihren verheißungsvollen Zukunftsvisionen zu entwickeln. Später in den 80ern benutzte die Umweltbewegung eine indianische Weissagung für ihre Zwecke. „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Zu jeder Zeit wurden positive, paradiesische als auch negative, apokalyptische Bilder von der Zukunft entwickelt, wie wird die Welt im Jahre 2000 wohl aussehen?
Als Jugendliche ließen wir uns in den Bann der Geschichten ziehen. Wir wünschten uns, wir wären auch Astronauten und könnten losgelöst durch Raum und Zeit reisen. Heute wünsche ich mir, ich könnte mich wie ein Adler in die Lüfte erheben und Abstand von den Dingen unseres oft schnelllebigen Alltags bekommen.
Heute 2012. Wir schreiten bereits durch ein neues Wanderjahr und glauben zu wissen, wie es um die Welt um uns steht. Vieles wurde besser oder ganz anders, als in den Zukunftsromanen beschrieben. Von der indianischen Weissagung sind wir  jedoch auch nicht mehr weit entfernt. Wir bewegen uns auf einem schmalen Grad.
Alles fließt, alles ist weiter in Bewegung und gerade die Wanderbewegung mehr denn je. Unzählige machen sich rund um den Globus auf zu Trekking-Touren, gehen an ihre Grenzen und gehen auf Distanz, im Sinne des Wortes. Auch unser Goldsteig lädt Sie dazu wieder ganz herzlich ein. Deutschlands längster Qualitätswanderweg lockt die Gäste wieder hinaus in die Natur unter das Himmelszelt.
Weitwanderer suchen die Nähe zur Natur, sie sind heute Ökologen, sie denken philosophisch. Sie machen sich nicht nur auf, um ein Ziel zu erreichen, sie machen meist auch eine Reise zu sich selbst. Indirekt brechen Sie ebenfalls auf zu fremden Welten, gehen in die Ferne. Sie gehen auf mehr oder weniger große Expeditionen und versuchen sich, zu jeder Zeit ein Bild von der Welt zu machen.. Sie möchten nahe am Leben sein, sie werden mehr oder weniger zu kleinen und großen Entdeckern. Sie forschen und suchen nach sich, der Welt und den Zusammenhängen der Dinge.
Auf dem Weg durch unser Leben, machen uns rund um den Globus stets Menschen immer wieder Mut Ich denke an den fantastischen Stephen W. Hawking, welcher obwohl er seit 1968 auf einen Rollstuhl angewiesen ist, in den Sternen flaniert und es schafft, populärwissenschaftlich die Kosmologie zu erklären. Er bewegt sich geistig durch ein Raum-Zeit-Gefüge und nimmt Herausforderungen an, die bewundernswert sind. Ich denke an dieser Stelle auch an Felix Bernhard, welcher sich mit seinem Rollstuhl auf eine Trekking-Tour zu den Sternen machte. Auf der Via de la Plata reiste er „dem eigenen Leben auf der Spur“ von Süd nach Nord, quer durch Spanien, allen Widrigkeiten zum Trotz.
So ist es für jeden Wanderer ein großes Geschenk, sich immer wieder auf den Weg machen zu können und sich auf seinen ganz eigenen Traumpfaden zu bewegen. Ich möchte stets Mut machen, große Distanzen zu überwinden, neuen Herausforderungen zu stellen, die Plagen und schweren Seiten einer Weitwanderung auf uns zu nehmen. Glauben Sie mir es lohnt sich. Auch sich selbst hin und wieder auszuloten und an die gefühlten Grenzen zu gehen. Machen Sie sich auf. Lassen sie los, um neue Wege zu gehen.
Probieren Sie es aus, nehmen Sie diese Gedanken doch einmal mit, wenn Sie wieder einmal auf unserem Goldsteig an einem Fluss entlang laufen oder nach oben zu den Sternen sehen und die Schönheit der Natur bewusst erleben. Öffnen Sie Ihren Blick und erinnern sie sich an die Visionen ihrer Jugend.

 


Blick zum Großen Osser - Foto: Michael Körner
Blick zum Großen Osser - Foto: Michael Körner

Ausgabe Winter - Dezember 2011 bis März 2012

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

Ein kleines Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende zu, fünf Jahre Goldsteig. Im Herbst 2006 wurde der erste Abschnitt von Marktredwitz bis Passau auf der Burgruine Weißenstein bei Friedenfels eröffnet. Der zweite Abschnitt von Bayerisch Eisenstein nach Passau und der dritte Abschnitt Dieterskirchen/Thanstein nach Passau auf der südlichen Route kamen zügig hinzu. 2007 wurde der gesamte Goldsteig erstmals durch den Deutschen Wanderverband als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ auf der Tour Natur in Düsseldorf ausgezeichnet und gleich darauf am Ecker-Sattel bei Arrach als längster zertifizierter Weitwanderweg Deutschlands der Öffentlichkeit  übergeben. Seit dieser Zeit erfreuen sich die Wanderer am Abenteuer Goldsteig in einer grandiosen Mittelgebirgslandschaft. Wanderer, welche auf unserem Goldsteig unterwegs sind, können sich auf ein wunderbar ausgewogenes Verhältnis zwischen Natur und Kultur freuen. Auf 660 Kilometer Goldsteig Haupttrasse können Gegensätze auf eine spannende Art und Weise erlebt werden. Kulturlandschaften stehen wilder Natur gegenüber, von wunderbaren Gipfeln kommt der Wanderer in idyllische Täler, ein steter Wechsel der Topographie und der Abwechslung zwischen Wald und Flur lässt nie Langeweile aufkommen. Inzwischen sind über 550 Kilometer neuer Zuwege, Runden und Alternativen entstanden. Viele weitere Goldsteig Wanderkilometer werden 2012 auf unsere Gäste warten.
Einen der Höhepunkte möchte ich Ihnen heute bereits verraten. Eifrig arbeiten wir an einer Verbindung von der Nord- zur Südroute. Eine weitere spannende Geschichte um Wandern am Goldsteig noch attraktiver, lebendiger und kombinationsreicher werden zu lassen.  Neue Konzepte für ein neues Wandererlebnis entstehen. Tradition und Moderne stehen sich oftmals gegenüber. Neue Wegweisungssysteme liefern dem Wanderer Informationen am Weg. Der bevorstehende Winter gibt uns wieder reichlich Zeit alles Neue für das Frühjahr 2012 zu planen und auszuarbeiten. Im Laufe des kommenden Jahres  wird dann  unser Goldsteig mit neuen Wegweisern  bestückt und mit Sitz- und Informationsgelegenheiten ausgestattet. Einige weitere Attraktionen werden hinzukommen. Der Goldsteig wächst weiter, das ist immer wieder ein Grund zurückzukehren, um alles Neue zu entdecken. Da der Goldsteig zu allen Jahreszeiten eine Reise wert ist, lohnt es sich, ihn gerade auch im Winter zu erforschen. Eine Fernwanderung lässt sich im tiefen Winter nicht verwirklichen, aber viele Goldsteig-Gemeinden bieten sich für ideale Standorte für umfangreiche Entdeckungen an. Bei Winter denke ich auch an Wärme, Kaminfeuer und Glasproduktion. Unsere Region wurde berühmt mit und für ihre Glasproduktion. Dies ist ein schönes Thema  dem man sich während des Winterurlaubes einmal widmen kann. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und kombinieren Sie „Fire and Ice“ in einer der herrlichsten Winterurlaubsregionen in Deutschland.

Somit wünsche ich Ihnen einen schönen Urlaub, sage herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und würde mich freuen, wenn ich Sie 2012 wieder auf unserem Goldsteig begrüßen darf.

 


Ausgabe Sommer - Herbst / August bis November 2011

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde,
liebe Leser,

 

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“, oder „Andere Länder, andere Sitten“ sind zwei Sprichwörter, welche uns allen gut bekannt sind. Sie umschreiben kurz und prägnant, was einen erwartet, wenn man sich auf eine Reise macht. Wenn ich so nachdenke über diese beiden Zitate, dann fallen mir dazu noch Schlagwörter wie Abenteuer, Freiheit, neue Erfahrungen, Wissenserweiterung, Studienreisen und Fernwandern ein. Wir machen uns regelmäßig zu mehr oder weniger großen oder kleinen Fluchten auf. Wir wollen Neues sehen und erleben. Mit dem Wissen, dass uns Herausforderungen erwarten und begegnen werden, starten wir in die Ferne. Auch dass nicht alles wie geplant verlaufen könnte, wissen wir, und dass der Zufall eine große Rolle spielen kann, im positiven, wie im negativen Sinn. Die Wetterverhältnisse und die jeweilige mentale und physische Tagesverfassung bilden die Rahmenbedingungen für ein mehr oder weniger gutes Gelingen einer Fernwanderung. Wie hoch ist unsere Toleranzschwelle, mit welchen Erwartungen  gehen wir an die Reise heran? Dies alles sind Faktoren, welche uns auf unserem Weg  immer wieder fordern und herausfordern werden. Wenn wir sie meistern und uns nicht unterkriegen lassen, werden wir gestärkt in den Berufsalltag von einer Fernwanderung zurückkehren können.
Was uns immer wieder antreibt, ist auch zu sehen, wie Menschen in anderen Kulturkreisen leben und ihr Leben meistern. So kommen wir nach Hause zurück und können etwas von unserer Reise berichten und haben etwas für das Leben gelernt.
Dies spiegelt sich nicht nur in Reisen auf internationaler Ebene wieder. Auch das eigene Land vom Norden bis in den  Süden in seinen charakteristischen Eigenheiten, Bräuchen, Dialekten und Traditionen kennenzulernen ist das Besondere und bringt einen auf seinem eigenen Lebensweg weiter. Reisen baut Vorurteile ab und schafft Freundschaften, national als auch international. Wer für diese kleinen Abenteuer offen ist, wird die Welt jeden Tag mit neuen Augen entdecken. Man muss die Wege auf sich zukommen lassen können und sie im Wesentlichen so nehmen wie sie sind. Als Gesamtpaket, mit all ihren Vor- und Nachteilen. Es gibt überall viel zu entdecken, wer sich über ein Erlebnis des Vortages ärgert bringt sich um das Naturerlebnis und die wertvollen Eindrücke am Weg. Auf einer Wanderung zählt das Hier und Jetzt. Gestern war gestern, ich gehe im Hier und Jetzt und was morgen ist, ist Zukunft, also warum sich jetzt schon Gedanken dazu machen. Ist ein Tag aus erwarteter Sicht einmal nicht so erfolgreich, so sollte man jedem neuen Tag eine neue Chance dazu geben, der Beste zu werden. Wetter ändert sich, unsere Stimmung wandelt sich und vielleicht sind es die Bekanntschaften oder die Erlebnisse, welche ich übermorgen erst machen werde, diejenigen die eine Tour zur besten der zu letzt gemachten Touren werden lässt.  Reisen und gerade wandern, fernwandern, pilgern will gelernt sein. Wandern ist, sich zu reduzieren, Abstand zu gewinnen vom immer höher, immer weiter, immer schneller, Wanderzeiten sind die „kleinen Fluchten“ aus dem Alltag, welche uns die Chance geben uns immer wieder neu auszurichten und zu erden. In diesem Sinn, wünsche ich Ihnen wieder zahlreiche und schöne Möglichkeiten dem Alltag ein klein wenig zu entkommen und den Kopf frei zu bekommen, für neue Gedanken und neue Kreativität.
Lassen Sie sich von und auf unserem Goldsteig inspirieren.

 


Ausgabe Frühling - Sommer / April bis Juli 2011

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

Zeit ist ein wichtiger Faktor in unserem Leben. Zahlreiche Sprichwörter und Lieder ranken sich um das Thema. Gerade in unserem heutigen Arbeitsleben ist für viele Zeit Luxus. Zeit sollte aber kein Luxusgut sein. Zeit sollte man sich nehmen, wenn man glaubt keine Zeit für etwas zu haben. Wandern kann so eine Zeit sein, ein kleiner Ausstieg auf Zeit vom Alltag.
Wandern ist für mich so eine Auszeit. Rausgehen zu können, sich in der Natur zu bewegen.
Einem Weg folgen, ein Ziel im Sinn haben.
Für mich ist eine Tageswanderung oft eine Zeitreise. Die Stunden und Minuten vergehen wie im Fluge. Es gibt ein Lied von Hubert von Goisern mit dem Titel „Heast as ned, wia de Zeit vergeht“. Obwohl ich mich eben erst auf den Weg gemacht habe, bin ich spät Nachmittag immer überrascht, wie schnell die Zeit verging. Obgleich wir daher beim Wandern auch von Entschleunigung sprechen ist eine Wanderung kurzweilig, es kommt nie Langeweile auf, wenn man mit sich und der Natur sein kann. Und dazu ist es nun endlich wieder Zeit, das Frühjahr ist angebrochen und uns treibt es hinaus auf die Wanderwege.
Die Wandersaison wird in vielen Orten am Goldsteig nach und nach eröffnet. Wie die Natur erwacht unser Wanderherz und erfreut sich an der aufkeimenden Pracht.
Es gibt viel zu tun. Wir müssen die Schäden des Winters am Wanderweg und seinen Einrichtungen begutachten, Reparaturen an den Wegweisern ausführen, neue Wegweiser werden aufgestellt. Neue Zuwege zum Goldsteig werden erschlossen, markiert und beschildert. Dies erfordert viel ehrenamtliche Arbeitsstunden rund um unseren Goldsteig, aber auch an allen anderen Wanderwegen in der Region.
Ein Problem auf unseren Wegen spiegelt sich aber Jahr für Jahr wieder. Vandalismus, Diebstahl und Sachbeschädigung an Wandereinrichtungen sind kein Kavaliersdelikt und machen viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit zunichte. Auch das absichtliche Verdrehen ist eine Unsitte, welche unsere Gäste und Wanderer verärgert. Verständlich!
Wanderwege sind wie Visitenkarten der Regionen. Und damit sich unsere Gäste und Wanderer immer wieder wohl und sicher geleitet fühlen unterstützen uns viele Partner, Naturparke, Nationalpark, Staatsforsten, Forstwirtschaftliche Vereinigungen und nicht zuletzt zahlreiche Privatgrundbesitzer. Ihnen gilt auch unser Dank, für Ihr Verständnis um das Wandern. Ohne alle jene ginge es nicht. Ein ganz herzliches Dankeschön geht deshalb heute an Sie.
Somit können wir wunderbar in die neue Wandersaison starten, ich freue mich darauf und wünsche Ihnen allen, dass Sie in den kommenden Monaten viel Zeit finden werden und schöne Momente, in der Natur erleben werden. Genießen Sie erneut Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald im Wandel der Jahreszeiten.

 


Ausgabe Winter - Dezember 2010 bis März 2011

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

die sommerliche Hitze ist vorüber, die Blätter sind gänzlich von den Bäumen gefallen, die Kinder haben Kastanien zum Basteln gesammelt und langsam beginnt die "stade Zeit", wie man bei uns sagt.  Alles wird etwas ruhiger, das Tempo verlangsamt sich und bald werden die ersten Schneeflocken fallen. Was würden wir nur ohne den Wechsel der Jahreszeiten machen. Unser Biorythmus ist darauf ausgerichtet. Die Tage werden kürzer, die Nächte wieder länger und jetzt genießen wir auch wieder gerne eine heiße Schokolade oder etwas Süßes. Die ersten Nikoläuse stehen ohnehin bereits in den Läden. Gemütlich wird es werden in den "guten Stuben" der Häuser, das Brennholz liegt bereit und für die Wärme im Winter ist gesorgt. Wie er diesmal wird, wir wissen es noch nicht.

Wie dem auch sei, gewinnen Sie dem Winter die schönsten Seiten ab - und das vor allem auch am Goldsteig. Was gibt es Schöneres, als einen herrlichen Wintertag mit Sonne, blauem Himmel und Schneeflächen soweit das Auge reicht. Bleiben Sie aktiv. Unsere Goldsteigregion bietet Ihnen viele Gelegenheiten dazu: beim Langlaufen, Schneeschuhwandern oder herrlichen Winterwanderungen. Bei einer Einkehr genießen Sie dann Plätzchen, Leckereien oder gar einen festlichen Sonntagsbraten.

Gehen Sie bewusst mit offenen Augen durch die winterliche Natur. Tierspuren zu finden oder Tiere zu beobachten ist ein schönes Erlebnis. Gerade im Schnee sieht man welche Tiervielfalt in unserer Natur unterwegs ist. Machen Sie mit Ihren Kindern doch einmal eine Tour mit Tierspuren raten. Sie werden sehen, man findet mehr als man denkt, auch von den gewalzten Winterwanderwegen aus. Letzten Winter war der Schnee so hoch, dass man die "Rutschrinnen" der Wildschweine und an den Flüssen der Biber erkennen konnte.

Damit wünsche ich Ihnen eine gute und schöne Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut rüber. Ich freue mich, wenn wir gemeinsam wieder in die Wandersaison 2011 am Goldsteig starten können.

 


Ausgabe Sommer - Herbst / August bis November 2010

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

die erste Ausgabe unseres Wandermagazins "Der Goldsteig" hat großes Interesse gefunden und erfreute sich reger Nachfrage. Daher berichte ich hier gern, dass sich im letzten halben Jahr viel getan hat am Goldsteig. Im Dienste unserer Gäste haben wir die vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass Sie auf viele neue Entdeckungen gehen können. 125 neue Goldsteigwegweiser wurden aufgestellt und unzählige Markierungen angebracht. Damit können zum Ende des Jahres rund 1300 Goldsteig-Kilometer erwandert werden. Größtes Projekt im weiteren Ausbau des Goldsteig-Konzeptes ist heuer die Alternativroute entlang des Nationalparks. Eine Panoramatour par excellence wird ausgeschildert. Die Gipfel des Nationalparks immer im Blick lässt es sich ge(h)nussvoll wandern. Diese Tour wurde, dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen der Nationalparkverwaltung, den betroffenen Nationalparkgemeinden und des Wegemanagements Goldsteig des Tourismusverbandes Ostbayern möglich. Ganz herzlich möchte ich Frau Husslein für Ihren Einsatz und die Unterstützung unseres Goldsteiges danken.

Jakobsweg wandern national und international ist eine spannende und faszinierende Herausforderung. Mehr und mehr Berufstätige wählen diese Form des Aktivurlaubs - zum Ausgeich und um zur Ruhe zu kommen. Doch auch jeder Goldsteigwanderer spürt und erfährt den Herzschlag der Jakobswege, wenn er sich längere Zeit auf den Weg macht.

Auf seiner Wanderreise findet jeder früher oder später zu sich und macht seine ganz persönlichen spirituellen Erfahrungen. Goldsteig und Jakobswege haben viele Berührungspunkte in unserer Region. Traumhafte Stellen und Plätze laden zur Einkehr ein und der Weg an sich ist das Ziel. Das Thema Jakobsweg kann man verfehlen oder erleben. Ebenso ist es mit einer Langstreckenwanderung auf unserem Goldsteig. Wer sich mit offenen Augen und wachen Sinnen auf den Weg macht, wer sensibel und offen für die Details wandert, wird das Besondere finden, wird die Faszination Goldsteig erleben können in all seinen Facetten. Man muss nicht suchen, man muss nur fühlen und horchen, riechen und tasten, sich auf den Weg einlassen, ihn gehen wollen, auch mal an Grenzen stoßen, mal alleine gehen und mal in Gesellschaft, meteorologische Erscheinungen erleben. Jeder wie er möchte und kann. Es ist herrlich, sich nur mit seinem Rucksack und in der Reduktion auf das Wesentliche für ein paar Tage, sich eine etwas andere Auszeit zu gönnen. Probieren Sie es aus!

Sollten Sie einen gut zehn Kilogramm schweren Rucksack nicht über längere Zeit selbst tragen können, kein Problem: unsere Goldsteig-Ge(h)nuss-Partner helfen Ihnen mit einem Gepäcktransport weiter. Und Sie genießen ohne Schwierigkeiten mit einem kleinen Tagesrucksack Ihre Touren.
Der Übergang vom Sommer zum Herbst stellt für den Goldsteigwanderer eine der schönsten Zeiten im Wanderjahr dar. Die Blätter beginnen sich zu färben, die Farben der Natur sind satter denn je. Den Wechsel der Jahreszeiten zu erleben ist fantastisch. Wissen Sie wie die Morgenluft riecht, wie die Tautropfen perlengleich an den Gräsern hängen, wie Felder und Wiesen in der leuchtenden Abendsonne erstrahlen? Dies ist die goldenste Zeit am Goldsteig.
Ich wünsche Ihnen wieder spannende Goldsteig-Touren, einen herrlichen Sommerausklang und einen sonnigen und farbenfrohen Herbst.

 


Ausgabe Frühling - Sommer / April bis Juli 2010

Liebe Gäste, Wanderer und Naturfreunde, liebe Leser,

 

es ist mir eine wahre Freude, Euch heute ein neues Kind der Region vorstellen zu dürfen. Ostbayern und im speziellen der Goldsteig hat mit dieser Ausgabe sein eigenes Wandermagazin bekommen.
Ein weiterer Schritt in der „Qualitätsoffensive Wandern“ unseren Goldsteig und das geradezu boomende Thema Wandern näher an die Öffentlichkeit zu bringen.
Das neue Goldsteig-Magazin stellt Euch Wandertipps vor, es wird Euch berichten über Veranstaltungen, um und am Goldsteig. Aktivitäten und Neuigkeiten wird es Euch vorstellen,Portraits bringen, Themen zu unseren Naturparken, Nationalpark und Naturschutz aufgreifen, Ratgeber sein und Servicedienstleister.
Vor allem aber wird es sich der gesamten Goldsteig-Region widmen. Und als zentrales Thema wird natürlich der Goldsteig immer wieder in den Vordergrund treten. Das freut mich als Wegemanager besonders.

Auf 660 Wanderkilometer, zwischen Marktredwitz und Passau werden uns die Themen nicht ausgehen. Vielfältig werden wir versuchen Euch Topographie, Natur und Kultur, Land und Leute nahe zu bringen. Viel läßt sich erzählen aus den Regionen, über Glas, Bier, Festspiele, Kulinarisches oder traditionelles, Begegnungen und Erlebnisse.

Den Goldsteig wollen wir Euch in Euere guten Stuben bringen, Lust machen neben dem Wandern die Region mit ihren vielleicht noch vielfältigen Geheimnissen kennen zu lernen. Lust auf die nächste Tour machen, es nicht erwarten zu können, gleich wieder zu starten. Vom Oberpfälzer Wald bis in den Bayerischen Wald werden wir Geschichten erzählen.

Es soll Euch als Naturfreunde und Wanderer, ob Tagestourer oder Fernwanderer, Plattform sein. Das Wandermagagzin soll aber nicht nur von uns Machern sein. Nehmt aktiv teil, laßt uns Euere Wünsche und Anregungen wissen. Über jede Nachricht von Euch freuen wir uns.
Ein Wandermagazin von Wanderen für Wanderer.

Somit verbleibt für mich nur noch den Machern zur Geburt des Kindes zu gratulieren, Ich wünsche den Redakteuren alles Gute für das Magagzin, spannende Reportagen, Geschichten und Nachrichten rund um den Goldsteig und lade Euch, liebe Leser ganz herzlich ein sich nun mit mir auf den Weg zu machen und die erste Ausgabe unseres Goldsteig Wandermagazins zu entdecken.

Mit wanderfreundlichen Grüßen
das Abenteuer Goldsteig wartet
Ihr  Mr. Goldsteig
Michael Körner


Goldsteig Panorama-Tour - Foto: Michael Körner
Goldsteig Panorama-Tour - Foto: Michael Körner